businesstipps
   aktuell
   steuertipps
   Muster für Rechnungen
   steuertermine
   buch: steuertipps …
   buch: CHANGE …
   buch: businesstipps …
   buch: businesstipps 2 …
   buch: Auskommen mit …
   häufig gestellte fragen


Jetzt Facebook-Fan werden!
 

aktuell


Wenn Sie aktuelle Steuer- und BusinessInformation zugeschickt bekommen wollen, geben Sie uns bitte folgende Daten bekannt:

Name: Sicherheitscode:
eMail-Adresse: Code-Eingabe:

   

Mitteilung § 109a, die Finanz erwartet diese Meldung

FREIE DIENSTVERTRÄGE
  • Wie bereits für die vergangenen Jahre sind auch für das Jahr 2014 die Honorare an die Finanz zu melden, welche an Freie DienstnehmerInnen ausbezahlt wurden.
  • Die Meldung ist dann durchzuführen, wenn (exklusive Umsatzsteuer) im ganzen Jahr mehr als € 900,- oder pro einzelner Leistung mehr als € 450,- ausbezahlt wurden.
  • Wenn Sie im Jahr 2014 an einen oder mehrere Freie DienstnehmerInnen mehr (s.o.) bezahlt haben, so ist dies per elektronischer Übermittlung bis zum 28. Februar 2015 (Achtung, ein Samstag!) der Finanz zu melden.
  • Honorare für den Dezember 2014, welche bis zum 15. Jänner 2015 ausbezahlt wurden, sind dem Jahr 2014 zuzurechnen.
SONSTIGE SUBUNTERNEHMERINNEN

Wenn Sie Zahlungen an folgende Personen geleistet haben, ist auch für diese eine Mitteilung gemäß § 109a durchzuführen:
  • Leistungen von Vortragenden (im Rahmen eines Seminars – JA; Organisation von einem Seminar – NEIN), Lehrenden und Unterrichtenden
  • Leistungen von Privatgeschäftsvermittlern
  • Leistungen von Bausparkassenvertretern und Versicherungsvertretern
UNSER SERVICE: Wenn Sie wünschen, erstellen wir für Sie gerne die Mitteilungen gem. § 109a für oben angeführte Personen/Dienstleistungen- Ihre Investition beträgt dann € 37,- exkl. USt./pro zu meldender Person.

Für die Erfassung der notwendigen Daten, senden wir Ihnen bei Bedarf eine vorbereitete Excel-Tabelle zu.



nach oben

Anspruchsverzinsung im Rahmen der Einkommen- und Körperschaftsteuerveranlagung 2013

Ab 1.10.2014 werden für Nachzahlungen bzw. Gutschriften aus der Einkommen- und Körperschaftsteuerveranlagung 2013 sogenannte Anspruchszinsen von 1,88 % (seit 08.05.2013) verrechnet. Wer für 2013 mit einer (größeren, ab € 5.231,-) Steuernachzahlung rechnet, kann die Belastung mit Anspruchszinsen - im Wege einer freiwilligen Anzahlung VOR dem 1. Oktober 2014 (Bitte den Zahlungsgrund angeben: „E 01-12/2013“ bzw. „K 01-12/2013“) in Höhe der zu erwartenden Steuernachzahlung - vermeiden.

Hinweis: Anspruchszinsen sind "ertragsteuerlich neutral" (d. h. Zinsenaufwendungen sind steuerlich nicht absetzbar, Zinsenerträge sind steuerfrei).

Schließlich ist noch zu beachten, dass durch (zu) hohe Vorauszahlungen keine Zinsen lukriert werden können, da Guthaben wie Rückstände auf dem Abgabenkonto von der Verzinsung ausgenommen sind.



nach oben

Herabsetzung der ESt-VZ 2014 möglich bis 30. September 2014

Nun ist das 1. Halbjahr 2014 vorüber und Sie haben eine buchhalterische Basis, das 2. zu kalkulieren.

Wenn Sie den bisherigen Gewinn für das ganze Jahr hochrechnen, können Sie eine ungefähre ESt-Steuerbelastung für 2014 berechnen.

Die so berechnete Einkommensteuer sollten Sie nun mit den Ihnen bisher- von der Finanz - vorgeschriebenen ESt-Vorauszahlungen (ESt-VZ) 2014 vergleichen.

Vereinfacht heißt das auch, dass

  • wenn Ihr Gewinn gegenüber dem letztveranlagten (letzter Bescheid vom Finanzamt) GESUNKEN ist, zahlen Sie zuviel an die Finanz voraus.
  • wenn Ihr Gewinn gegenüber dem letztveranlagten (letzter Bescheid vom Finanzamt) GESTIEGEN ist, sollten Sie sich steuermindernde Maßnahmen überlegen bzw. Geld zurücklegen.
Nutzen Sie die Chance JETZT Ihre Einkommensteuer 2014 zu reduzieren! Bei niedrigerem Gewinn ergibt sich für Sie eventuell folgende Frage: wollen Sie für die ESt-VZ 2014 eine HERABSETZUNG beantragen - BIS 30.9.2014 möglich?



nach oben

Elektronische Zustellung der Finanzamtspost ... Bescheidzustellung per Finanzonline

Was ist die DataBox?

Die DataBox ist Ihr elektronischer Briefkasten der Finanz im FinanzOnline.

Können Sie sich Bescheide elektronisch zustellen lassen?
Ja, wenn Sie den Antrag elektronisch eingebracht haben und im FinanzOnline die Zustimmung zur elektronischen Zustellung in der Funktion 'Eingaben/Zustellung' aktiviert ist.

Die FINANZ aktiviert die Zustellung in die DataBox automatisch (da die Finanz annimmt, es ist IHR Wunsch), d. h. SIE müssten selbst AUSDRÜCKLICH im Finanzonline die Zustimmung entfernen oder eben dabei belassen.

Sollten Sie mit der elektronischen Zustellung einverstanden sein, empfehlen wir, unter der Funktion „Zustellung“ eine e-mail Adresse anzugeben, unter der Sie über eine allfällige elektronische Zustellung verständigt werden wollen. Alternativ kann für eine Verständigung mittels SMS auch eine Mobilnummer unter den „Allgemeinen Grunddaten“ angegeben werden.

Wollen Sie die Zustellung weiter in Papierform wünschen, haben Sie die Möglichkeit, auf die elektronische Zustellung zu verzichten. Dieser Verzicht kann jederzeit durchgeführt werden und ist ebenfalls in der Funktion „Zustellung“ zu finden.

Bitte beachten Sie mögliche Fristen, denn die Bescheide sind mit dem Einlangen der Daten in Ihrer DataBox und nicht erst mit dem ersten Lesen durch Sie - zugestellt (wichtig wegen einer ev Berufung und allfälliger Nachzahlung).

Welche Bescheide werden elektronisch zugestellt?
Es werden ALLE Bescheide nur mehr elektronisch zugestellt, sofern darauf nicht verzichtet wird.
  • ArbeitnehmerInnenveranlagungsbescheide
    (für Zeiträume ab dem Kalenderjahr 2002 (inkl. Freibetrags- und Vorauszahlungsbescheid) - Natürlich nur dann, wenn die Erklärungen elektronisch eingereicht wurden.
  • Jahressteuerbescheide betreffend Umsatzsteuer, Einkommensteuer und Körperschaftsteuer
    ( für Zeiträume ab dem Veranlagungsjahr 2003) - inkl. Freibetrags- und Vorauszahlungsbescheid
  • auch Ergänzungsansuchen (Fragen der Finanz zu abgegeben Bescheiden)
  • Derzeit werden standardmäßig Bescheide und Ergänzungsersuchen elektronisch zugestellt.Die Zustellung der Buchungsmitteilungen und der Benachrichtigungen über die Quartalsvorauszahlungen erfolgt noch immer auf postalischem Weg, die elektronische Zustellung auch dieser Schriftstücke auf elektronischem Weg muss gesondert beantragt werden - im Finanzonline.
Laut Auskunft der Finanz sparen sie selbst so Zeit, Kosten, Papier!!!

D. h. für alle Steuerpflichtigen – SIE müssen sich darum kümmern, dass diese Post der Finanz von IHNEN angenommen UND termingerecht bearbeitet wird!

Wenn Sie uns eine Zustellvollmacht für die FinanzamtsPost erteilt haben – siehe untenstehende Information, ändert sich für Sie nichts. Wir werden die erhaltenen Bescheide wie bisher prüfen, allenfalls dagegen berufen und Ihnen darüber berichten.

Wir übernehmen gern die Aufgaben
Ihre Databox zu lesen , die Bescheide zu kontrollieren, ev. zu berufen bzw. weiterzuleiten/Sie zu informieren und vor allem IHRE Fristen zu wahren - dazu gibt es 2 Möglichkeiten:
  • FinanzamtsPost - Sorglospaket BASIS
    • Kontrolle aller Buchungsmitteilungen und diese weiterleiten
    • Kontrolle der Finanzamtspost/DataBox wie Bescheide, Ergänzungsansuchen, ...
    • Information an die KlientInnen (ev mit der Frage, wer das erledigt/überprüft)

    • ZUSÄTZLICHER BONUS
    • Wahrung von Fristen/Terminen - besonders bei Bescheiden wichtig!
    • Alle Telefonate bezüglich Ihres Steueraktes
    • Finanzonline: Jederzeit Auskunft bzgl. Ihres Finanzamtskontos

      jährliche Investition € 157,- netto
      Preise exkl. 20 % Umsatzsteuer, zzgl. 5 % Pauschale für Barauslagen
Für Information zum FinanzamtsPost - Sorglospaket EXTRA, klicken Sie bitte hier!



nach oben

Herabsetzung der Einkommensteuer(ESt)-Vorauszahlungen 2014 - bis 30. September 2014

Nun ist das 1. Halbjahr 2014 vorüber und Sie haben eine buchhalterische Basis, das 2. zu kalkulieren.

Wenn Sie den bisherigen Gewinn für das ganze Jahr hochrechnen, können Sie eine ungefähre ESt-Steuerbelastung für 2014 berechnen.

Die so berechnete Einkommensteuer sollten Sie nun mit den Ihnen bisher- von der Finanz - vorgeschriebenen ESt-Vorauszahlungen (ESt-VZ) 2014 vergleichen. Vereinfacht heißt das auch, dass

wenn Ihr Gewinn gegenüber dem letztveranlagten (letzter Bescheid vom GESUNKEN ist, zahlen Sie zuviel an die Finanz voraus. wenn Ihr Gewinn gegenüber dem letztveranlagten (letzter Bescheid vom Finanzamt) GESTIEGEN ist, sollten Sie sich steuermindernde Maßnahmen überlegen bzw. Geld zurücklegen.

Nutzen Sie die Chance JETZT Ihre Einkommensteuer 2014 zu reduzieren!

Bei niedrigerem Gewinn ergibt sich für Sie eventuell folgende Frage: wollen Sie für die ESt-VZ 2013 eine HERABSETZUNG beantragen - BIS 30.9.2014 möglich?

Das Team der human money company freut sich, Sie bei den Berechnungen und bei Ideen zur Steuerreduzierung zu unterstützen.
Mailen Sie uns bzw. vereinbaren Sie einen Besprechungstermin.



nach oben

Frist 30.06.2014 - Rückvergütung von in Drittländern entrichteten Vorsteuerbeträgen/Rückerstattung der österreichischen Vorsteuern für ausländische Unternehmen mit Sitz außerhalb der EU

Am 30.6.2014 endet die Frist für die Rückvergütung von in Drittländern (z.B. Schweiz, Türkei; Kroatien nur für Sachverhalte vor dem EU-Beitritt und somit bis zum 30. Juni 2013) entrichteten Vorsteuerbeträgen. Österreichische Unternehmen, die davon betroffen sind, sollten daher rechtzeitig einen entsprechenden Antrag stellen.

UNSER TIPP:

Da das Rückerstattungsverfahren sehr aufwändig ist, empfehlen wir Unternehmen, die sich größere Vorsteuerbeträge rückerstatten möchten Folgendes:
  • Es muss pro Drittland ein Rückerstattungsantrag gestellt werden.
  • Die Belege müssen in elektronischer Form übermittelt werden:
    Richten Sie daher ihre Buchhaltung so ein, dass alle Belege aus Drittländern gescannt und nach Ländern sortiert abgelegt werden. So haben Sie am Ende eines Jahres schnell einen Überblick darüber ob bzw. für welche Drittländer es sich auszahlt, einen Rückerstattungsantrag zu stellen.
Die Frist gilt aber auch für ausländische Unternehmen mit Sitz außerhalb der EU. Diese können bis zum 30.6.2014 einen Antrag auf Rückerstattung der österreichischen Vorsteuern für das Jahr 2013 stellen. Zuständig für die Anträge ist das Finanzamt Graz-Stadt (Antragstellung mit dem Formular U5 und bei erstmaliger Antragstellung Fragebogen Verf 18). Belege über die entrichtete Einfuhrumsatzsteuer und sämtliche Rechnungen sind dem Antrag im Original beizulegen.

ACHTUNG:

Nicht zu verwechseln ist der Termin mit der Frist für die Vorsteuervergütung innerhalb der EU, welche erst am 30. September 2014 endet. Anträge für dieses Vergütungsverfahren müssen elektronisch via FinanzOnline eingebracht werden.



nach oben

Kleinbetragsrechnungen bis 400,- EUR seit 1.3.2014 / Anhang "10 Merkmale einer Rechnung"

Kleinbetragsrechnungen bis 400 Euro

Erfreulich: Seit 1. März 2014 können Kleinbetragsrechnungen bis € 400 ausgestellt werden.(bis 28.2.2014 € 150,-).

Kleinbetragsrechnungen sind Rechnungen mit vereinfachten Rechnungsmerkmalen und berechtigen zum Vorsteuerabzug. Dabei handelt es sich oft um die klassischen "Paragon-Rechnungen" oder Kassenzettel in kleineren Geschäften.

Verpflichtende Bestandteile einer Rechnung bis € 400 inkl. Umsatzsteuer:
  1. Name und Adresse des liefernden bzw. leistenden Unternehmens
  2. Die Leistung ,welche/wieviel (Menge und handelsübliche Bezeichnung der Ware oder Art und Umfang der Leistung)
  3. Tag der Lieferung oder Leistung bzw. den Zeitraum über den sich die Leistung erstreckt
  4. Honorar (Entgelt inklusive Umsatzsteuer, d.h. Bruttobetrag)
  5. Steuersatz
  6. Ausstellungsdatum der Rechnung
Tipp: Die meisten Rechnungen von Registrierkassen enthalten automatisch alle Bestandteile einer Kleinbetragsrechnung. Eine „Mehrwertsteuerrechnung" brauchen Sie daher erst ab einem Betrag von € 400 verlangen – siehe
"10 Merkmale einer Rechnung“.

Kommen mehrere Steuersätze zur Anwendung (z.B. bei Gasthausrechnungen), müssen die Entgelte nach Steuersätzen gesplittet sein. Kleinbetragsrechnungen können nicht bei Sonderfällen wie innergemeinschaftliche Lieferung, Dreiecksgeschäft oder Reverse-Charge ausgestellt werden.

01.06.2014

nach oben

GILT NUR FÜR DIE PERSONEN, DIE einen Regelbesteuerungsantrag 2009 bzw. vorher gestellt haben - wollen Sie diesen widerrufen?

Betrifft Umsatzsteuer:

Wer für das Jahr 2009 oder früher eine Regelbesteuerung beantragt hat, (d. h. obwohl der Jahres-Nettoumsatz kleiner als € 30.000,- ist, werden bis Ende des vergangenen Jahres Leistungen mit Umsatzsteuer in der Honorarnote verrechnet) kann (dieses Jahr) nur bis 31. Jänner 2014 diesen Antrag widerrufen.

Das ist für jene UnternehmerInnen sinnvoll,
  • welche in Zukunft KleinunternehmerInnen sein werden (d. h. Nettoumsatz maximal € 30.000,- p.a.)
  • und wenn wenige beruflichen Ausgaben (mit Vorsteuer) anfallen
  • und/oder überwiegend für private AuftraggeberInnen bzw. für umsatzsteuerbefreite UnternehmerInnen/Organisationen tätig sind.
14.01.2014

nach oben

GmbHs müssen Kennzahlen prüfen

GmbH-GeschäftsführerInnen müssen seit Juli die Kennzahlen nach dem Unternehmensreorganisationsgesetz (URG) überprüfen. Erreicht die GmbH der erforderliche Größe der Kennzahlen nicht, muss man eine Generalversammlung einberufen werden.

Das GmbH-Gesetz verlangt, dass der Geschäftsführer/die Geschäftsführerin eine außerordentliche Generalversammlung einberuft,
  • wenn die Hälfte des Stammkapitals verbraucht ist oder
  • wenn die Eigenmittelquote unter 8 % liegt und die fiktive Schuldentilgungsdauer über 15 Jahre beträgt.
Früher waren diese Kennzahlen bei prüfungspflichtige GmbHs relevant – nun sind alle GmbHs einbezogen.

Der Geschäftsführer/die Geschäftsführerin muss - wenn obengenannte Punkte eintreffen - die Generalversammlung einberufen und berichten. Die Gesellschafter müssen jedoch nichts Konkretes veranlassen. Gibt es eine Beschlussfassung, muss diese dem Firmenbuchgericht mitgeteilt werden. Beruft der Geschäftsführer/die Geschäftsführerin nicht ein, so haftet er/sie aufgrund der Pflichtverletzung.

Es reicht allerdings nicht, den Verbrauch des Stammkapitals oder die Erfüllung der URG-Kennzahlen jährlich im Rahmen der Bilanzerstellung zu prüfen. Der/die GmbH-GeschäftsführerIn ist verpflichtet, für ein funktionierendes Rechnungswesen zu sorgen, das auch unterjährig eine Kennzahlen-Berechnung ermöglicht. Als Schwierigkeit könnte sich die Position der Bestandsveränderungen für die Berechnung erweisen, da diese üblicherweise einmal jährlich für den Jahresabschluss ermittelt wird.

Tipp: Überprüfen Sie zumindest quartalsweise die Kennzahlen. Wir unterstützen Sie gerne und berechnen für Sie die Werte.

19.12.2013

nach oben

Auswärtige Berufsausbildung von Kindern - Außerordentliche Belastung

Aufwendungen für eine Berufsausbildung eines Kindes außerhalb des Wohnortes führen dann steuerlich zu einer außergewöhnlichen Belastung, wenn im Einzugsbereich des Wohnortes keine entsprechende Ausbildungsmöglichkeit besteht.

Ausbildungsstätten, die mehr als 80 km vom Wohnort entfernt sind, gelten nicht mehr als im Einzugsbereich gelegen (bei Ausbildungsstätten innerhalb der 80 km-Grenze können dann außergewöhnliche Belastungen geltend gemacht werden, wenn die tägliche Hin- und Rückfahrt nicht zumutbar ist; Zumutbarkeit wird bis zu einer Fahrzeit von einer Stunde jedenfalls angenommen).

Weiters muss das Bemühen erkennbar sein, das Ausbildungsziel zu erreichen und die vorgeschriebenen Prüfungen abzulegen.

Bei Vorliegen dieser Voraussetzungen besteht für den unterhaltsverpflichteten Elternteil die Möglichkeit, pauschal 110 € monatlich (somit 1.320 € im Jahr) als außergewöhnliche Belastung anzusetzen.

Wie der UFS in einer Entscheidung (GZ RV/0265-L/08 vom 12.12.2012) bestätigt hat, ist es von entscheidender Bedeutung, dass sich der Familienwohnsitz nicht am Ausbildungsort befindet. Ob sich das studierende Kind am Studienort in einem Studentenheim, in einer Mietwohnung oder in einer im Besitz des Elternteils befindlichen Wohnung aufhält, ist dabei nicht von Relevanz.

Wechselt daher wie im konkreten Anlassfall eine Medizinstudentin von Wien nach Innsbruck, so kann eine außergewöhnliche Belastung auch dann weiter geltend gemacht werden, wenn ihr eine im Eigentum der Mutter stehende Wohnung in Wien weiterhin zur Verfügung gestanden wäre. Die im konkreten Fall gegebene Voraussetzung war, dass an ihrem Wohnort (das ist der Familienwohnsitz – Ortsgemeinde, die den Mittelpunkt der Lebensinteressen der unterhaltsverpflichteten Eltern bildet) in Niederösterreich keine entsprechende Ausbildungsmöglichkeit (Medizinstudium) vorhanden war.

Die Ausbildung an einer "Golf-Handelsakademie" außerhalb des Einzugsgebietes des Wohnortes wurde vom Finanzamt nicht als außergewöhnliche Belastung anerkannt. Der VwGH entschied jedoch in seinem Erkenntnis vom 22.11.2012, GZ 2010/15/0069, dass es sich um eine Ausbildung zu einer besonderen Sparte des Sports als Golflehrer handelte, die im Einzugsbereich des Wohnortes nicht angeboten wurde. Damit waren die Voraussetzungen für die Berücksichtigung des Pauschalbetrages als außergewöhnliche Belastung gegeben.

20.09.2013

nach oben

Kann ein Arbeitszimmer schädlich für die Hauptwohnsitzbefreiung beim Verkauf der Immobilie sein?

Seit 1. April 2012 sind Verkäufe von Immobilien steuerpflichtig.

Nun ist bei der Besteuerung von im Privatvermögen gelegenen Immobilien zwischen „Alt- und Neufällen” zu unterscheiden. Dabei sind "Altfälle" mit einer effektiven Steuerbelastung von 3,5 % bzw. „umgewidmete Altfälle” mit 15% des Veräußerungserlöses belastet. "Neufälle" sind mit einem Steuersatz von 25 % auf den Veräußerungsgewinn zu besteuern.

Von der Immobilienertragsteuer sind private Grundstücksveräußerungen u. a. dann befreit (sowohl das Gebäude als auch Grund und Boden), wenn die Immobilie als Hauptwohnsitz zur Verfügung stand.

Der Hauptwohnsitz muss entweder seit Anschaffung zwei Jahre durchgehend oder innerhalb der vor Verkauf liegenden letzten zehn Jahren während fünf Jahren durchgehend bestanden haben.

Was ist nun , wenn der/ die Steuerpflichtige einen Raum als steuerliches Arbeitszimmer absetzte und das Eigenheim oder die Eigentumswohnung in der Folge veräußert wird, kann es dann zum gänzlichen bzw. teilweisen Verlust der Befreiungen kommen?

JA, wenn weniger als zwei Drittel der Gesamtnutzflächen für den eigenen Wohnzwecken genutzt wurde! Ist das der Fall kommt es zum gänzlichen Entfall der Hauptwohnsitzbefreiung. Hinzu kommt, dass eine weitere Grenze zu beachten ist. Sofern das Arbeitszimmer weniger als 20 Prozent der Gesamtnutzfläche beträgt, hat keine Aufteilung des Gebäudes/der Wohnung in einen betrieblich und privat genutzten Anteil zu erfolgen. Zwischen 20 Prozent und 33 Prozent betrieblicher Nutzung ist das Eigenheim in einen betrieblich genutzten Teil und einen privat genutzten Teil aufzuteilen, wobei nur für den privat genutzten Teil die Hauptwohnsitzbefreiung zur Anwendung gelangt. Bei Überschreiten der 33 Prozent geht die Hauptwohnsitzbefreiung wie vorstehend ausgeführt, gänzlich verloren.

TIPP: Wenn der Anteil des Arbeitszimmers weniger als 20 % der gesamten Nutzfläche beträgt, sind 100 % der Veräußerungsgewinne als Hauptwohnsitz steuerfrei.

HINWEIS: Der Wunsch nach einem möglichst großen Arbeitszimmer steht daher in Konflikt mit dem Verlust der Hauptwohnsitzbefreiung.

20.09.2013

nach oben

Anspruchsverzinsung im Rahmen der Einkommen- und Körperschaftsteuerveranlagung 2012

Ab 1.10.2013 werden für Nachzahlungen bzw. Gutschriften aus der Einkommen- und Körperschaftsteuerveranlagung 2012 sogenannte Anspruchszinsen von 1,88 % (seit 08.05.2013) verrechnet.

Wer für 2012 mit einer (größeren) Steuernachzahlung rechnet, kann die Belastung mit Anspruchszinsen - im Wege einer freiwilligen Anzahlung VOR dem 1. Oktober 2013 (Bitte den Zahlungsgrund angeben: „E 01-12/2012“ bzw. „K 01-12/2012“) in Höhe der zu erwartenden Steuernachzahlung - vermeiden.

Anspruchszinsen unter 50 € werden nicht vorgeschrieben. (Freigrenze. Das trifft bis zu einer Nachzahlung von € 3.415,- zu).

Hinweis: Anspruchszinsen sind „ertragsteuerlich neutral“ (d. h. Zinsenaufwendungen sind steuerlich nicht absetzbar, Zinsenerträge sind steuerfrei).

Schließlich ist noch zu beachten, dass durch (zu) hohe Vorauszahlungen keine Zinsen lukriert werden können, da Guthaben wie Rückstände auf dem Abgabenkonto von der Verzinsung ausgenommen sind.

10.09.2013

nach oben

Herabsetzung der Einkommensteuer(ESt)-Vorauszahlungen 2013 - bis 30. September 2013

Nun ist das 1. Halbjahr 2013 vorüber und Sie haben eine buchhalterische Basis, das 2. zu kalkulieren.

Wenn Sie den bisherigen Gewinn für das ganze Jahr hochrechnen, können Sie eine ungefähre ESt-Steuerbelastung für 2013 berechnen.

Die so berechnete Einkommensteuer sollten Sie nun mit den Ihnen bisher- von der Finanz - vorgeschriebenen ESt-Vorauszahlungen (ESt-VZ) 2013 vergleichen. Vereinfacht heißt das auch, dass

wenn Ihr Gewinn gegenüber dem letztveranlagten (letzter Bescheid vom GESUNKEN ist, zahlen Sie zuviel an die Finanz voraus. wenn Ihr Gewinn gegenüber dem letztveranlagten (letzter Bescheid vom Finanzamt) GESTIEGEN ist, sollten Sie sich steuermindernde Maßnahmen überlegen bzw. Geld zurücklegen.

Nutzen Sie die Chance JETZT Ihre Einkommensteuer 2013 zu reduzieren!

Bei niedrigerem Gewinn ergibt sich für Sie eventuell folgende Frage: wollen Sie für die ESt-VZ 2013 eine HERABSETZUNG beantragen - BIS 30.9.2013 möglich?

Das Team der human money company freut sich, Sie bei den Berechnungen und bei Ideen zur Steuerreduzierung zu unterstützen.
Mailen Sie uns bzw. vereinbaren Sie einen Besprechungstermin.

30.08.2013

nach oben

Die Finanzämter verbessern Ihr Service … Info zu FA-Bankverbindung

Die Finanzämter haben seit Juli 2013 neue Kontonummern. Die alten Kontonummern sind nur noch bis 30. September 2013 gültig. Achten Sie bei Ihren Überweisungen darauf!

Alle Finanzämter haben ihre Kontoverbindung geändert. Die neuen Kontonummern haben alle den gleichen BIC – nämlich BUNDATWW.

Die Kontonummer bzw. IBAN ist pro Finanzamt unterschiedlich. Die gültige Bankverbindung finden Sie auf den Buchungsmitteilungen und unseren Vorschreibungen.

Tipp: Kontrollieren Sie bei der nächsten Überweisung an das Finanzamt IBAN und BIC.

Das gilt vor allem dann, wenn Sie abgespeicherte Vorlagen im Onlinebanking oder die Funktion Finanzamtszahlung verwenden.

Finanzämter Wien
In der Bundeshauptstadt wurden Ende letzten Jahres alle Finanzämter mit Ausnahme des Finanzamtes 2/20/21/22 auf einen Standort im dritten Bezirk verlegt. Es gibt auch eine neue gemeinsame Telefonnummer: 05 0233 233 – „Bitte haben Sie ein wenig Geduld".

Die Papierakten übersiedelten nicht mit den Finanzbeamten; diese wanderten in ein Depot. Bei Bedarf wird nun ein alter Papierakt ausgehoben und gescannt. Die neuen Akten existieren ausschließlich elektronisch.

Mit 1. Juli 2013 wurde das Finanzamt Wien 3/11 Schwechat Gerasdorf mit dem Finanzamt 6/7/15 nun auch rechtlich fusioniert (
siehe 05.07.2013). Steuerpflichtige aus den Bezirken 6/7/15 haben eine neue Steuernummer bekommen.
br> Übersicht Finanzämter und Kontoverbindungen – siehe hier!

14.08.2013

nach oben

Betrifft die KlientInnen, deren Finanzamt bis jetzt in den Bezirken 6, 7 und 15 lag

Mit 1. Juli 2013 ist das Finanzamt 05, zuständig für die Bezirke 6, 7 und 15 mit dem Finanzamt 03 zusammengelegt worden. Das heißt das Finanzamt 03 ist nun für folgende Bezirke verantwortlich: 3, 6, 7, 11 und 15, weiters für Schwechat und Gerasdorf.

Für die Bezirke 3 und 11 bleibt alles wie bisher, für die Bezirke 6, 7 und 15 ergeben sich dadurch folgende Auswirkungen:
Der Steuerakt wird wie bisher weitergeführt, allerdings eine neue Abgabenkontonummer (sprich Steuernummer) vergeben. Für die Entrichtung der Abgaben (wie USt, ESt, …) wurde ein neues Postscheckkonto eingerichtet (BUNDATWW/AT87 0100 0000 0550 4037). Zahlungsanweisungen mit den alten BIC und IBAN behalten bis 30. September 2013 ihre Gültigkeit.

Die Daten des Finanzamts 03 sind folgende:

Adresse:
Marxergasse 4
1030 Wien

Öffnungszeiten:
Montag – Mittwoch: 7.30 - 15.30 Uhr
Donnerstag: 7.30 - 18.00 Uhr
Freitag: 7.30 - 12.00 Uhr


05.07.2013

nach oben

Erhöhung der Familienbeihilfe ab 1.9.2013

Ab 1.9.2013 erhöht sich die Familienbeihilfe monatlich für jedes Kind, wenn die FB gewährt wird
  • für ein Kind bleibt bleibt es gleich
  • für zwei Kinder um € 6,40 je Kind
  • für drei Kinder um € 15,94 je Kind
  • des weiteren:
  • vier Kinder – Erhöhung um € 24,45 je Kind
  • fünf Kinder – Erhöhung um € 29,56 je Kind
  • sechs Kinder – Erhöhung um € 32,97 je Kind
  • sechzehn und mehr Kinder – Erhöhung um € 50,-- je Kind
26.06.2013

nach oben

Umsatzsteuer - Vorsteuerrückerstattung rechtzeitig bis 30.6.2013 bzw. 30.9.2013

Vorsteuervergütung in EU-Mitgliedsstaaten bis 30.9.2013
Österreichische UnternehmerInnen, die Vorsteuern des Jahres 2012 in den EU-Mitgliedstaaten geltend machen wollen, haben bis 30.9.2013 Zeit, ihre Anträge elektronisch über FinanzOnline einzureichen. Bedingt durch das elektronische Verfahren entfällt generell die Vorlage der Originalbelege (auch keine Kopien), außer der Erstattungsmitgliedstaat fordert diese gesondert an. Unterjährig gestellte Anträge müssen rückerstattbare Vorsteuern von zumindest 400 € umfassen. Bezieht sich ein Antrag auf ein ganzes Kalenderjahr bzw. auf den letzten Zeitraum eines Kalenderjahres, so müssen die Erstattungsbeträge zumindest 50 € betragen.

Gerne unterstützen wir Sie bei den Anträgen.

Vorsteuervergütung für UnternehmerInnen aus den sogen. Drittländern bis 30.6.2013
Ausländische UnternehmerInnen, die ihren Sitz außerhalb der EU haben, können noch bis 30.6.2013 einen Antrag auf Rückerstattung österreichischer Vorsteuern für 2012 stellen. Der Antrag muss beim Finanzamt Graz-Stadt eingebracht werden (Formular U5 und Fragebogen Verf 18). Belege über die entrichtete Einfuhrumsatzsteuer und sämtliche Rechnungen sind im Original dem Antrag beizulegen. Auch im umgekehrten Fall, nämlich für Vorsteuervergütungen im Drittland (z. B. Kroatien, Schweiz, Norwegen), endet am 30.6.2013 die Frist für Vergütungsanträge.

Tipp:
Bevor Sie einen Vergütungsantrag stellen, sollten Sie prüfen, ob auch die Voraussetzungen dafür erfüllt sind. So werden nur jene Vorsteuern erstattet, die im jeweiligen EU-Land auch zum Vorsteuerabzug berechtigen (z. B. Treibstoff für PKW, Hotelübernachtung und Restaurant sind in vielen EU-Ländern vom Vorsteuerabzug ausgeschlossen).

Bei Reverse-Charge-Leistungen (z. B. zugekaufte Leistung mit Steuerschuld in Deutschland) sind für diesen Zeitraum die Vorsteuerbeträge nicht im Vergütungsverfahren, sondern im Veranlagungsverfahren zu beantragen.

19.06.2013

nach oben

Umsatzsteuer und die dazugehörigen Erklärungen (U1 und U30) u. a. auch ZM (U13)

Seit 2011 gelten neue Umsatzgrenzen für die verpflichtende Abgabe von Umsatzsteuererklärungen.

Die Jahreserklärung (U1) wird ab einen Umsatz von € 30.000,- verpflichtend. Wer Rechnungen/Honorare mit Umsatzsteuer ausstellt, muss dies der Finanz mitteilen. Dafür ist der Zeitraum (Voranmeldezeitraum) entweder 1 Monat oder 3 Monate (Quartal).Für die Voranmeldungszeiträume gilt nun (BASIS ist der Vorjahresumsatz: also für das Jahr 2013 jener von 2012):
  • bei einem VORJahresUmsatz zwischen 30.000 und 100.000 € ist die Voranmeldung vierteljährlich beim Finanzamt einzureichen
  • bei einem VORJahresUmsatz über 100.000 €, sind monatliche UVAs (U30) verpflichtend
VorjahresumsatzUVA-Zeitraum Verpflichtung zur UVA-Einreichung beim Finanzamt Verpflichtung zur Abgabe einer Jahreserklärung
bis maximal € 30.000,-vierteljährlich (bei UST-Pflicht) NeinJa, bei Rechnungen mit Umsatzsteuer
zwischen € 30.000,- und € 100.000,-vierteljährlich JaJa
über € 100.000,-monatlich JaJa


Bitte beachten Sie, dass eine SCHRIFTLICHE Meldung (
U30) ab einem VORJahresUmsatz von 30.000,-- € abzugeben ist! Eine Zahlung allein genügt nicht!

ZUSAMMENFASSENDE MELDUNG (ZM), da ist das Formular U13 zu verwenden – INFO zur ZM vom 12.1.2010)

Betreffend die Verpflichtung zur Einreichung einer ZM bzw. zu den einzutragenden Daten gibt es keine Neuerungen.

In Art 21 Abs 3 UStG 1994 ist jedoch vorgesehen, dass UnternehmerInnen, für die das Kalendervierteljahr der UVA-Voranmeldungszeitraum ist, dieser Zeitraum auch für die Zusammenfassende Meldung (ZM) gelten sollte.
UnternehmerInnen mit Vorjahresumsätzen zwischen 30.000,-- und 100.000,- € haben demnach doppelten Grund "zur Freude". Sowohl für die UVA, als auch für die ZM gilt seit 2011 als Meldezeitraum das KalenderVIERTELjahr.

Abschließend sollte noch auf einige wichtige Punkte hingewiesen werden:
  • Die ZM gilt als Steuererklärung.
  • Es kann ein Verspätungszuschlag bis zu 1% der zu meldenden Beträge (max. € 2.200,--) sowie eine Zwangsstrafe (max € 5.000,--) verhängt werden.
  • die Frist für die ZM ist um 2 Wochen kürzer als die für die UVA
    d. h. sie ist bis zum ENDE des Kalendermonats , welcher dem Meldezeitraum folgt, abzugeben z. B. Rechnung bei ig Lieferung/ausgeführte ig Leistung im Juni = ZM bis 31.7.
  • Ändern sich nachträglich gemeldete Beträge, so sind berichtigte ZM einzureichen. (In Papierform, wenn die ursprüngliche ZM in Papierform eingereicht wurde, sonst über FinanzOnline. Im FinanzOnline ist immer die korrigierte Gesamtmeldung einzureichen.)
  • (Organgesellschaften mit eigener UID-Nr haben eine separate ZM abzugeben.
  • Ebenso pauschalierte Land- und Forstwirte, auch wenn deren Lieferungen nicht steuerfrei belassen werden dürfen.)
Falls FRAGEN zu obigen Meldungen oder sonstige steuerliche bzw. sozialversicherungsrechtliche auftauchen, mailen Sie uns TERMINmöglichkeiten, wir sind gerne persönlich in einer Besprechung für SIE da.

12.06.2013

nach oben

Wird die Gründung einer GmbH billiger?

Ab 1. Juli 2013 soll das Gründen einer GmbH einfacher werden
Die Regierung hat einen Begutachtungsentwurf zum Gesellschaftsrechts-Änderungsgesetz 2013 (GesRÄG 2013) versandt. Die tatsächliche Gesetzwerdung ist noch abzuwarten.

Die Kernpunkte der Reform im Überblick
  • Senkung des Mindeststammkapitals
    Das Mindeststammkapital soll auf 10.000,00 EUR (derzeit 35.000,00 EUR) gesenkt werden. GründerInnen müssen nur mehr einen Betrag von 5.000,00 EUR bar aufbringen (derzeit 17.500,00 EUR).

    Für alle Gesellschaften, die vor dem Inkrafttreten der neuen Regelungen gegründet wurden, soll es möglich werden, ihr Kapital bis zur Höhe des neuen Mindeststammkapitals herabzusetzen.

    Unverändert bleibt, dass jedeR GesellschafterIn eine Mindesteinlage von 70,00 EUR leisten muss.

  • Reduktion der Gründungskosten
    Die Gründung bedarf eines Notariatsakts. Die Höhe der für den Notariatsakt anfallenden Kosten ist abhängig vom Stammkapital. Mit der Senkung des Stammkapitals verringern sich automatisch auch die Kosten.

    Eine einheitliche Bemessungsgrundlage für die Berechnung der Wertgebühr des Notariatsaktes von 1.000,00 EUR ist vorgesehen (für bestimmte Neugründungen). Bei Anträgen auf Eintragung einer GmbH (wenn die erforderlichen Voraussetzungen erfüllt sind) sind die Rechtsanwaltskosten zukünftig mit 1.000,00 EUR zu kalkulieren.

  • Senkung der Mindest-KöSt
    Die Mindest-Körperschaftsteuer ist abhängig vom Mindeststammkapital. Daher wird es auch hier zu einer Senkung von 1.750,00 EUR auf 500,00 EUR jährlich kommen.

    Die Vorauszahlungen sollen erst im Jahr 2014 auf den neuen Mindestbetrag herabgesetzt werden.

  • Wegfall der Veröffentlichungspflicht
    Die Gründungsanzeige soll nicht mehr im Amtsblatt der Wiener Zeitung veröffentlicht werden müssen.
29.05.2013

nach oben

Elektronische Zustellung der Finanzamtspost

Was ist die DataBox?
Die DataBox ist Ihr elektronischer Briefkasten in FinanzOnline.

Können Sie sich Bescheide elektronisch zustellen lassen?
Ja, wenn Sie den Antrag elektronisch eingebracht und in FinanzOnline die Zustimmung zur elektronischen Zustellung in der Funktion 'Eingaben/Zustellung' aktiviert haben. Die FINANZ aktiviert die Zustellung in die DataBox automatisch (da die Finanz annimmt, es ist IHR Wunsch) d. h. SIE müssten selbst im Finanzonline die Zustimmung entfernen oder eben lassen

Bitte beachten Sie mögliche Fristen, denn der Bescheid sind - in diesem Fall - mit dem Einlangen der Daten in Ihrer DataBox und nicht erst mit dem ersten Lesen durch Sie zugestellt ist (wichtig wegen Berufung und allfälliger Nachzahlung).

Welche Bescheide werden elektronisch zugestellt?
Es werden ALLE Bescheide nur mehr elektronisch zugestellt sofern darauf nicht verzichtet wird.
  • ArbeitnehmerInnenveranlagungsbescheide (für Zeiträume ab dem Kalenderjahr 2002 (inkl. Freibetrags- und Vorauszahlungsbescheid)
  • Jahressteuerbescheide betreffend Umsatzsteuer, Einkommensteuer und Körperschaftsteuer (für Zeiträume ab dem Veranlagungsjahr 2003) - inkl. Freibetrags- und Vorauszahlungsbescheid
  • auch Ergänzungsansuchen (Fragen der Finanz zu abgegeben Bescheiden)
Laut Auskunft der Finanz sparen sie so Zeit, Kosten, Papier!!!

D. h. für alle Steuerpflichtigen – SIE müssen sich darum kümmern, dass diese Post der Finanz von IHNEN angenommen wird UND termingerecht bearbeitet!

Wir übernehmen gern die Aufgaben

Ihre Databox zu kontrollieren bzw. die Buchungsmitteilungen weiterzuleiten und vor allem IHRE Fristen zu wahren - dazu gibt es 2 Möglichkeiten:

FINANZAMTSPOST - SORGLOSPAKET BASIS
  • Kontrolle aller Buchungsmitteilungen und diese weiterleiten
  • Kontrolle der Finanzamtspost/DataBox wie Bescheide, Ergänzungsansuchen, …
  • Information an die KlientInnen (ev mit der Frage, wer das erledigt/überprüft)

  • ZUSÄTZLICHER BONUS
  • Wahrung von Fristen/Terminen - besonders bei Bescheiden wichtig!
  • Alle Telefonate bezüglich Ihres Steueraktes
Finanzonline: Jederzeit Auskunft bzgl. Ihres Finanzamtskontos

jährliche Investition 157,- EUR netto (Preise exkl. 20 % Umsatzsteuer, zzgl. 5 % Pauschale für Barauslagen)

FINANZAMTSPOST - SORGLOSPAKET EXTRA
bei Interesse finden Sie
hier nähere Informationen.

18.01.2013

nach oben

Fristen bzw. Verlängerung zur Abgabe der Steuererklärungen 2012

Wann müssen Sie Ihre jährliche Erklärung abgeben?
  • In Papierform bis zum 30. April des Folgejahres,
  • elektronisch (via FinanzOnline) bis 30. Juni des Folgejahres.
  • Bis zum 30. September des Folgejahres, bei „Pflicht“veranlagungen z. B. mehrere Dienstverhältnisse nebeneinander.
  • Steuerberater können Ihre Termine im Einvernehmen mit dem Finanzamt bis 31. Dezember des Folgejahres verlängern (maximal bis 30. März des 2. Folgejahres).
Wenn bei der Finanz bis 30. Juni des Folgejahres (d. h. Erklärungen 2012 bis 30.6.2013) die Steuererklärungen nicht eingelangt sind, dann muss individuell (der/die Steuerpflichtige selbst) eine Verlängerung beantragt werden ODER dies geschieht über die sog. Quotenliste (Verlängerungsliste) durch den Steuerberater. Nur bei diesem verlängert sich die Abgabefrist max. bis 30.3. des 2. Folgejahres (z. B. 2014).

Wie verrechnen wir unser Service: „Eintragung in die Verlängerungsliste für die spätere Abgabe der Steuererklärungen 2012 – beim Finanzamt“

Wenn Ihre Belege bis 30. Juni des Folgejahres (für 2012 ist das 30.6.2013) in der Kanzlei eingelangt sind, verrechnen wir KEINE Pauschale. Da wir in diesem Fall die Arbeit frei einteilen können und keine Erinnerungsbriefe mehr schreiben.

Danach verrechnen wir eine Pauschale von 77,- EUR exkl. USt für folgende Tätigkeiten:
  • Wir informieren automatisch ab 1.Juli die Finanz, für die KlientInnen, welche noch keine Erklärungen (aus dem Vorjahr), d.h. 2012 abgegeben haben, dass diese auf unsere Verlängerungsliste eingetragen werden, damit der Abgabetermin gewahrt ist und keine Zwangsstrafe angedroht wird.
  • Danach sind Erinnerungen an die KlientInnen erforderlich, wann die Belege in der Kanzlei eintreffen werden.
  • Außerdem muss jede Steuerberatungskanzlei (nach dem 30.6.) ca. 5 Mal im Jahr dem Finanzamt Rechenschaft ablegen, wie viele und welche Steuererklärungen abgegeben wurden. (sog. Quotenregelung)
  • Die Fristverlängerung ist auch ein Beispiel für die „unsichtbare Arbeit“ Ihres Steuerberatungsteams. Dabei werden Steuernummern und Zuständigkeiten bei den einzelnen Ämtern (Adressen-, Namensänderungen u.s.w.) überprüft, das erfordert Telefonate und Briefe – eine mögliche Zusatzarbeit wird gesondert verrechnet.
RESUMEE:
Vorteile für Sie, wenn Sie uns den Auftrag zur Fristverlängerung erteilen:
  1. Sie ersparen sich eine individuelle Fristverlängerung, die jeweils max. für 2 Monate gewährt wird.
  2. Sie können sich mehr Zeit lassen, um Ihre Belege in Ruhe zu sammeln, zu ordnen und/oder auch nachzufordern
  3. Steuernachzahlungen verzögern sich bis zu einem Jahr - Zinsvorteil (lassen Sie sich von uns das genaue Datum berechnen, bis zu welchem Tag Sie eine ev. Nachzahlung ohne Zinsen einzahlen können = Arbeitskapital) – ab dem 1. Oktober des Folgejahres (für 2012 ab 1.10.2013) werden Anspruchszinsen verrechnet.
11.01.2013

nach oben

Auflösungsabgabe - NEU ab 1.1.2013

Diese Information gilt für:
  • UnternehmerInnen, welche MitarbeiterInnen derzeit beschäftigen
  • UnternehmerInnen, welche MitarbeiterInnen in Zukunft beschäftigen wollen
  • Angestellte, zu Ihrer Information - was DienstgeberInnen bei Beendigung des Dienstverhältnisses zahlen müssen
Wir möchten Sie darüber informieren, dass für Dienstverhältnisse, die
  • nach dem 31.12.2012 enden und
  • länger als 6 Monate gedauert haben,
eine Auflösungsabgabe von € 113,-- (voraussichtlicher Wert für 2013) anfällt. Diese Abgabe ist dann zu entrichten, wenn ein Dienstverhältnis beendet wird, welches für DienstnehmerInnen Arbeitslosenversicherung beinhaltet (Vollversicherung). Sie gilt auch für freie DienstnehmerInnen.

Die Auflösungsabgabe entfällt aus folgenden Gründen:
  • Kündigung durch DienstnehmerInnen
  • unberechtigter vorzeitiger Austritt
  • DienstnehmerIn tritt aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig aus
  • gerechtfertigte Entlassung
  • Anspruch auf Invaliditäts- oder Berufsunfähigkeitspension bei Auflösung
  • befristetes Dienstverhältnis von max. 6 Monaten
  • Lösung während der Probezeit
  • Auflösung eines Lehrverhältnisses
  • Beendigung eines verpflichtenden Ferial- oder Berufspraktikums
  • Auflösung des Dienstverhältnisses nach § 25 Insolvenzordnung
  • Bei einvernehmlicher Lösung, wenn der Dienstnehmer/die Dienstnehmerin das Regelpensionsalter erreicht hat, die Anspruchsvoraussetzungen für eine Alterspension erfüllt sind oder die Voraussetzungen für die Inanspruchnahme eines Sonderruhegeldes nach dem Nachtschwerarbeitsgesetz vorliegen.
Zum o.a. Thema und weiteren – wie Arbeits- und Sozialrecht – Fragen steht Ihnen hmc-Team-Mitglied Gerhard SCHRENK gerne zur Verfügung.

13.11.2012

nach oben

KG - VORSICHT Falle

Wenn in Ihrer KG nichtmitarbeitende Kommanditisten beteiligt sind, dann besteht folgende Gefahr:

Auf Grund der jüngeren Judikatur des VwGH besteht die Möglichkeit, dass die Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA) von den nichtarbeitenden Kommanditisten rückwirkend SV-Beiträge einfordert.

Diese Gefahr besteht vor allem bei älteren KG-Verträgen.

Wir unterstützen Sie gerne bei der Überprüfung Ihres KG-Vertrages. Bitte vereinbaren Sie einen Termin, wir sind auch in den Sommermonaten für Sie persönlich da.

25.07.2012

nach oben

NEUES zu Umschulungskosten für Zweitberuf

Steuerpflichtige dürfen umfassende Umschulungsmaßnahmen als Betriebsausgaben bzw. Werbungskosten bei der ANVAN abziehen.

Laut Gesetz muss die Ausbildung jedoch auf eine tatsächliche Ausübung eines anderen Berufes abzielen.

Bisherige Meinung
Nach Meinung der Finanzverwaltung waren Umschulungsmaßnahmen nur abzugsfähig, wenn die Steuerpflichtigen nach der Umschulung den bisherigen Hauptberuf aufgaben oder diesen wesentlich einschränkte. Es gab jedoch in der Vergangenheit schon anders lautende UFS-Urteile (Unabhängiger Finanzsenat).

Neues Urteil des VwGH
Nun hat sich auch der Verwaltungsgerichtshof der Linie dieser UFS-Urteile angeschlossen. Umschulungskosten sind auch dann absetzbar, wenn der ursprüngliche Beruf weiter ausgeübt wird. Auch eine Ausbildung zu einem Neben- oder Zweitberuf ist abzugsfähig. Die Ausbildungskosten müssen jedoch auf die tatsächliche Ausübung eines anderen Berufes abzielen.

Es muss ein konkreter Plan vorliegen, der über eine reine Absichtserklärung hinausgeht.

Beispiel: Eine Sonderschullehrerin machte die Kosten für eine Zusatzausbildung zur Atempädagogin geltend. Die Lehrerin wollte ihren ursprünglichen Lehrberuf nicht aufgeben oder wesentlich einschränken. Die zusätzlich erworbenen Fähigkeiten wollte sie zukünftig jedoch als Zweitberuf in der Erwachsenenbildung und Lehrerfortbildung einsetzen.

Weiterhin nicht abzugsfähig
Ausbildungen, die rein im persönlichen Interesse der Steuerpflichtigen liegen, sind vom Abzug ausgeschlossen.Diese Kosten fallen unter "freiwillige" Kosten der Lebensführung.

09.03.2012

nach oben

Worauf legt die Finanz bei Betriebsausgaben besonderes Augenmerk?

Einige Tipps zu Ausgabenbelege, was die Finanz in letzter Zeit des Öfteren nachfragte - was wir daraus schließen können:

  1. Jeder Beleg, der für die Finanz nicht eindeutig als betrieblich veranlasst erkennbar ist, sollte handschriftlich ergänzt werden, bitte selbst den beruflichen Zweck dazuschreiben – z. B. bei Kopien (ein Klient hatte eine Rechnung auf der „105 Seiten gebunden“ angeführt ist, die Finanz sah darin keinen beruflichen Zweck!?) - also z. B. „für das ... Gutachten“ dazuschreiben, auch bei Taxi Rechnungen - wohin sind Sie beruflich hin gefahren! Natürlich auch bei Bewirtungsspesen legt die Finanz ein besonderes Augenmerk darauf, dass eine berufliche Veranlassung gegeben ist (am besten mit anschließenden Einnahmen!) und wer bei der Namensnennung auf die Verschwiegenheitspflicht verweist, hat wenig Chancen auf Anerkennung der Ausgaben!
  2. Reisekosten: eine Klientin schreibt an ihrem Buch (und das nicht zu Hause, damit sie ungestört ist), oder bei sonstigen Seminaren, Vorträgen werden die Vorbereitungen nicht zuhause erledigt, dann bitte auch explizit „KLAUSUR“ auf die Belege/die Reisekostenabrechnung vermerken und natürlich, um welches Buch bzw Seminar, ... es sich handelt und es sollte ein Tagesplan vorliegen, der eine „Arbeitszeit“ von 8 Stunden aufweist
  3. bei Subhonorarnoten empfehlen wir, dass Folgendes dazu gelegt wird:
    • Arbeitszeitaufzeichnung
    • Gewerbeberechtigung, bzw. bei der Wirtschaftskammer anfragen, ob dieser vorliegt oder nicht , den Ausdruck dazulegen
    auch bei Subunternehmerinnen, die keine EU-Bürger sind, bzw aus Rumänien, Bulgarien stammen und keine österreichische Gewerbeberechtigung vorweisen können, beachten Sie Folgendes:
    • ob ein Meldezettel vorliegt
    • ob eine Beschäftigungserlaubnis vorhanden ist
    • Kopie eines Lichtbildausweises sollte zur HN dazugelegt werden.
    UND

    zur Zeit werden verstärkt USO-Prüfungen (UmsatzsteuerSOnderprüfung) durchgeführt, d. h. der Finanzbeamte prüft, ob Ihre monatlichen USt-Zahlungen den Einnahmen und Ausgaben entsprechen, ob Ihre Buchhaltung, die Rechnungen, ...-. den gesetzlichen Vorschriften entsprechen
09.03.2012

nach oben

Immo-Spekulationssteuer (im geplanten Sparpaket 2012-2016)

Wir haben die wichtigste steuerliche Änderung bezüglich Immobilien für Sie zusammengefasst: Diese neue Steuer betrifft alle ImmobilienbesitzerInnen. Die 10jährige Spekulationsfrist fällt mit 1.4.2012, somit ist der Verkauf von Liegenschaften (Grundstücke und Immobilien) ab dann steuerpflichtig.

Die Befreiung für selbst erstellte Gebäude (sogen. Häuselbauer) und Hauptwohnsitz bleibt bestehen. Hauptwohnsitz gilt dann, wenn die Immobilie von der Anschaffung bis zum Verkauf ununterbrochen und mindestens 2 Jahre durchgehend vom Verkäufer als Hauptwohnsitz benutzt wurde.

Man unterscheidet folgende Fälle:
  • Erwerb ab dem 1.4.2002 („Neuvermögen"): 25% vom Verkaufsgewinn (= Wertzuwachs)
  • Erwerb vor dem 1.4.2002 („Altvermögen") mit vorheriger Umwidmung: 15% vom Verkaufserlös (= Verkaufspreis)
  • Erwerb vor dem 1.4.2002 ( „Altvermögen") ohne vorherige Umwidmung: 3,5% vom Verkaufserlös (= Verkaufspreis)
Da für Neuvermögen ein fixer Steuersatz von 25% anfällt, kann es auch zu einer geringeren Steuerbelastung kommen, wenn Sie innerhalb der Spekulationsfrist verkaufen (im Vergleich zum bisherigen zB 50% Höchststeuersatz). Die neue Regelung gilt sowohl für betriebliche als auch private Immobilien. Bei einem Verkauf nach mehr als 10 Jahren gibt es einen Inflationsabschlag von 2,5% pro Jahr (max. 50%).

Die Regelung für Altvermögen tritt ebenfalls mit 1.4.2012 in Kraft. Das bedeutet, dass Altvermögen außerhalb der Spekulationsfrist noch bis 31.3.2012 steuerfrei verkauft werden kann. Falls die – vom Finanzamt angenommene - 14%ige Wertsteigerung unterschritten wurde, können die Steuerpflichtigen einen Antrag stellen, dass nur der tatsächliche (geringere) Wertzuwachs besteuert wird. Der Steuersatz von 15% gilt für Liegenschaften mit einer Umwidmung von Grün- in Bauland ab dem 1.1.1988. Umwidmungen davor sind nicht relevant.

Vererben und Verschenken bleibt steuerfrei.

PS: Steuerlich günstiger wird es für jene, die Immobilien schnell kaufen und verkaufen, dies wurde bisher - innerhalb von 10 Jahren - mit bis zu 50% versteuert - sprich Spekulieren zahlt sich wieder aus!!??

24.02.2012

nach oben

Betrifft diejenigen, die für Kinder Familienbeihilfe beziehen d.h. Alleinverdienerabsetzbetrag/Alleinerzieherabsetzbetrag

Alleinverdienerabsetzbetrag ab € 494,- p.a. (bei 1 Kind)

Voraussetzungen
  • für ein oder mehrere Kind/er für mindestens sieben Monate Familienbeihilfe beziehen
  • im jeweiligen Jahr für mehr als sechs Monate
    • verheiratet sein oder
    • in einer eingetragenen Partnerschaft
    • oder eheähnlichen Gemeinschaft leben
    und
  • von Ihrem Partner nicht dauernd getrennt leben
  • und
  • dass die Einkünfte des Partners/ der Partnerin max 6.000,- Euro betragen haben
Der Alleinverdienerabsetzbetrag ist – wenn Sie die Voraussetzungen erfüllen – bei der ArbeitnehmerInnenveranlagung (L 1) bzw Einkommensteuererklärung (E 1) (das L1k ist zusätzlich auszufüllen) zu beantragen. Der Antrag ist auch anzugeben, wenn der Alleinverdienerabsetzbetrag bereits bei der Lohnverrechnung berücksichtigt wurde.

Alleinverdiener OHNE Kind gibt es seit 1.1.2011 NICHT mehr.

Alleinerzieherabsetzbetrag ab € 494,- p.a. (bei 1 Kind)

Voraussetzungen
  • alleinstehend/ alleinlebend ( dh ohne erwachseneN PartnerIn)
  • für ein oder mehrere Kind/er für mindestens sieben Monate Familienbeihilfe beziehen
Alleinerzieherabsetzbetrag wird beantragt.

Alimente sind für die Alleinverdiener-/Alleinerzieherabsetzbeträgen „unschädlich“

11.01.2012

nach oben

Betrifft diejenigen, die echte und freie MitarbeiterInnen beschäftigen/Prüfungen zu den Lohnabgaben - FREIE DienstnehmerInnen

Es werden bei Prüfungen zu den Lohnabgaben vermehrt FREIE DIENSTVERTRÄGE überprüft und dabei auch die Freien DienstnehmerInnen eingeladen, vor der Behörde zu erscheinen –
siehe hier.

Die Behörde bezweckt dabei, Indizien für eine ECHTE Anstellung zu finden.

Wir empfehlen:
  • zu allererst die Verträge gemeinsam mit einem Experten zu erstellen
  • bevor einer Befragung Folge geleistet wird, nehmen Sie ein Coaching bei unserem Experten Herrn Schrenk in Anspruch; er ist auch in der Betreuung von Lohnabgabenprüfungen sehr erfahren.


10.01.2012

nach oben

… was wir Ihnen zum Jahresende noch sagen wollten …

Abgesehen von den alljährlich wiederkehrenden Steuertipps, wie
  • Halbjahresabschreibung für Investitionen, die noch kurz vor dem Jahresende getätigt werden;
  • Möglichkeit der Sofortabsetzung von Investitionen mit Anschaffungskosten bis € 400,- (exklusive USt bei vorsteuerabzugsberechtigten UnternehmerInnen) als geringwertige Wirtschaftsgüter;
  • Steuersparen durch Vorziehen von Ausgaben und Verschieben von Einnahmen bei Einnahmen-Ausgaben-RechnerInnen;
haben wir hier noch spezifische Informationen für
UnternehmerInnen, für alle steuerzahlenden Personen bzw. für DienstgeberInnen & MitarbeiterInnen/Steuertipps für DienstnehmerInnen zusammengestellt.

20.11.2011 ergänzt am 30.11.2011

nach oben

OT (off topic): SONDERANGEBOT bis 31.12.2013

Buch und Schirm zum Preis von einem – EUR 9, zzgl. Versandkosten
schirm + change

Bestellen Sie bei uns im Internet www.human-money.at

Informationen zum Buch
Dieses Buch zeigt, wie Menschen mit Wechsel, Change, Chance, … umgehen, aus persönlicher und/oder beruflicher Sicht … nebeneinander gestellt … wertfrei, doch voller "Werte"

20.10.2011

nach oben

Welche TASCHEN mag die Finanz NICHT als Betriebsausgabe?

KEINE Betriebsausgabe: die Finanz mag keine "LUXUS"-Taschen, vor allem nicht als beruflich abgesetzte Aktentasche(!!!), wie z. B. "echte" Hermes Kelly-Bags; diese sind also keine Betriebsausgabe, denn diese Taschen werden als dekoratives Accessoires gesehen, auch bei einer Anlageberaterin mit exclusiver Klientel

20.10.2011

nach oben

Strafen und Geldbußen ab 2.8.2011 generell nicht abzugsfähig!

Nun, wurde mit dem Abgabenänderungsgesetz 2011 (AbgÄG 2011) die Nichtabzugsfähigkeit von Strafen und Geldbußen verschärft.

Bisher waren Strafen, die durch das eigene (schuldhafte) Verhalten des Betriebsinhabers ausgelöst wurden, als Kosten der privaten Lebensführung steuerlich nicht absetzbar. Ausnahme: Die steuerliche Absetzbarkeit von Strafen wurde dann anerkannt, wenn es sich um ein Fehlverhalten im Rahmen der Betriebsführung gehandelt hat und die Bestrafung vom Verschulden unabhängig war oder nur geringes Verschulden vorausgesetzt hat.

Demnach wurden bisher z. B. folgende Strafen steuerlich als Betriebsausgaben anerkannt:
  • Organmandat im Zusammenhang mit berufsbedingtem Entladen von Waren, Parken in zweiter Spur etc.
  • Strafe bei Verstoß gegen Importpreisverordnung;
  • Strafe für Bauführung durch den Baumeister vor der Baubewilligung, wenn der Baumeister vertraglich verpflichtet war, den Bau ungesäumt zu beginnen;
Mit Wirkung ab 2.8.2011 wurde die generelle Nichtabsetzbarkeit von Strafen ausdrücklich im Einkommensteuergesetz(EStG) und im Körperschaftsteuergesetz (KStG) verankert.

Auch wenn der Gesetzgeber in den Erläuterungen diese Änderung überwiegend nur als Klarstellung bezeichnet, ergeben sich für die Praxis doch erhebliche Auswirkungen.

Es sind nämlich nach der neuen Rechtslage sämtliche Strafen und Geldbußen, die von Gericht, Verwaltungsbehörden oder von Organen der Europäischen Union verhängt werden, steuerlich generell nicht absetzbar (nicht absetzbar sind daher auch die bisher steuerlich anerkannten Strafen im Rahmen der Betriebsführung und mit geringem Verschulden, wie zB Organmandate für Falschparken)

09.10.2011

nach oben

Ausweitung der steuerlichen Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten

Die steuerliche Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten ist ausgeweitet worden. Abzugsfähig sind - soeben von der Finanz "bestätigt" - auch …
  • die Kosten für Verpflegung und das Bastelgeld,
  • sämtliche Kosten der Ferienbetreuung (z. B. Kosten für das Ferienlager, Kosten für Verpflegung und Unterkunft, Sportveranstaltungen, Fahrtkosten für den Bus zum und vom Ferienlager), sofern die Betreuung durch eine pädagogisch qualifizierte Person erfolgt,
  • Kosten für Kurse, bei denen die Vermittlung von Wissen und Kenntnissen oder die sportliche Betätigung im Vordergrund steht (z. B. Computerkurs, Musikunterricht, Nachhilfeunterricht, Fußballtraining usw).
Was tun, wenn schon rechtskräftige Bescheide vorliegen und darin wurden beispielsweise die Ferienkosten – der alten Rechtslage entsprechend – nicht berücksichtigt? Dann schreiben Sie uns eine Mail, wir unterstützen Sie!

06.10.2011

nach oben

Entlastung für Familien mit Kindern

  • NEU: Kinderfreibetrag = KFB 220 € pro Kind/Jahr
    Ein Freibetrag vermindert das zu versteuernde Einkommen, d. h. wer keine Steuer zahlt, hat auch keinen KFB. Jene Person, die für ein Kind unterhaltspflichtig ist, darf den Kinderfreibetrag geltend machen. Machen den neuen Kinderfreibetrag beide Elternteile geltend, steht ein Freibetrag von je 60 % zu (in Summe 120 %); das sind pro Elternteil 132€ in Summe also 264 €.
  • Erhöhung des Kinderabsetzbetrages (KAB) auf 58,40 €/Monat und Kind; das sind jährlich 700,80 €/Kind; Auszahlung mit FBH monatlich
  • 13. FBH im September (gilt bereits seit 2008)
  • NEU: Absetzbarkeit der Kinderbetreuungskosten bis 2.300 € pro Kind bis 10 Jahre/Jahr als außergewöhnliche Belastung ohne Selbstbehalt; d. h. sie vermindern das zu versteuernde Einkommen. Dieser Absetzposten kann wahlweise von einem Elternteil oder aufgeteilt in Anspruch genommen werden - muss jedoch von dem Elternteil tatsächlich bezahlt worden sein - und zwar an Krippen, Kindergärten, Tagesheime etc. oder an pädagogisch vergleichbar tätige Personen wie Tagesmütter
  • Zuschuss von DienstgeberIn an DienstnehmerInnen zur Kinderbetreuung (bis zum 10. Lebensjahr des Kindes) bis zu 500 €/Jahr und Kind. Dieser bleibt steuer- und sozialversicherungsfrei. Dieser Zuschuss muss von den Kinderbetreuungskosten abgezogen werden. Beim Dienstgeber ist der bezahlte Zuschuss Betriebsausgabe und muss direkt an die Betreuungseinrichtung bezahlt werden.
05.10.2011

nach oben

NEUE FRISTEN für die VERJÄHRUNG von HINTERZOGENEN ABGABEN

SteuersünderInnen brauchen einen langen Atem!

Beschränkte sich die Verjährungsfrist für hinterzogene Abgaben bisher auf 7 Jahre, so verlängert sie sich nunmehr durch eine Änderung der Bundesabgabenordnung auf künftig 10 Jahre.

Auch die Frist für eine vorläufige Abgabenfestsetzung, wegen Beseitigung einer abgabenrechtlichen Ungewissheit, wird von derzeit 10 auf 15 Jahre nach Entstehung des Abgabenanspruchs erweitert.

Beide Änderungen stehen in Zusammenhang mit der Verschärfung der Maßnahmen zur Betrugsbekämpfung.

Erstmals sind diese neuen Fristen auf Abgaben anzuwenden, für die der Abgabenanspruch nach dem 31.12.2002 entstanden ist. Damit soll vermieden werden, dass eine bereits eingetretene Verjährung rückwirkend wieder weg fällt.

04.08.2011

nach oben

Sind Sie für Ihren Urlaub krankenversichert?

Wer gerne reist, sollte schon vor dem Kofferpacken darüber nachdenken, was ist, wenn ich im Urlaub krank werde? Gut beraten ist, wer schon im Voraus für den richtigen Krankenversicherungsschutz sorgt. Je nach Reiseziel gelten andere Bestimmungen.

E-Card
Wenn Sie Ihren Urlaub im Inland verbringen, können Sie sich mit der e-card bei allen Vertragsärzten und –einrichtungen medizinisch behandeln lassen.

Europäische Krankenversicherungskarte
Auch im Ausland, insbesondere in den EU- und EWR-Ländern und auch der Schweiz, erleichtert die e-card vieles: Auf der Rückseite befindet sich nämlich die Europäische Krankenversicherungskarte (EKVK), die bei allen Vertragsärzten und Vertragskrankenanstalten in diesen Ländern verwendet werden kann. Der ausländische Krankenversicherungsträger rechnet die Kosten, die er nach seinen Rechtsvorschriften gewährt hat, mit der GKK ab.

Eventuelle Aufzahlungen bzw. Selbsthalte sind vom Patienten/von der Patientin zu bezahlen - da besteht kein Rechtsanspruch auf Kostenersatz.

Achtung: Die EKVK gilt jedoch nicht in privaten Kliniken und bei privaten Ärzten. Dort muss – wie in österreich bei Wahlärzten – vorerst selbst bezahlt werden. Gegen Vorlage der Originalrechnung und Zahlungsbestätigung gibt es bei der GKK für medizinisch notwendige Behandlungen eine Kostenerstattung.

Tipp: Jede EKVK hat ein Ablaufdatum, das mit der Dauer der Versicherungszeiten zusammenhängt. Ist das Ablaufdatum auf der EKVK erreicht und ein Auslandsaufenthalte geplant, sollten Sie die GKK zwecks Neuausstellung einer Karte zu kontaktieren.

Wenn Sie zum Ausstellungszeitpunkt der EKVK nicht oder erst kurz versichert waren, kann es sein, dass die Datenfelder der EKVK nur mit Sternen versehen sind. In diesem Fall ist es ratsam, vor Reiseantritt eine Bescheinigung als provisorischer Ersatz für die EKVK zu beantragen. Diese Bescheinigung wird in jedem Service-Center der GKK ausgestellt.


Urlaubskrankenschein
Mit folgenden Staaten, in denen die EVKV nicht gilt, hat Österreich zwischenstaatliche Abkommen abgeschlossen:
  • Bosnien-Herzegowina,
  • Kroatien,
  • Mazedonien,
  • Serbien-Montenegro und
  • Türkei
04.08.2011

nach oben

Rückzahlung/Erstattung von Vorsteuern in der EU

gilt ab 01.01.2010
  • elektronischer Erstattungsantrag im Ansässigkeitsstaat (sprich: wo wer wohnt!) der AntragstellerInnen
    Bsp: der österr. U in Österreich über Finanzonline (mind. sollten Rechnungen von gesamt EUR 1.000,- vorhanden sein) allerdings getrennt nach Ländern, in denen die Rechnungen ausgestellt wurde
  • kein Übersenden der Originalbelege mehr notwendig (können angefordert werden)
  • Antrag ist bis spätestens 30.09. des Folgejahres zu stellen
    Bsp: für 2010 bis 30.09.2011
  • in der Sprache des Ansässigkeitsstaates
  • unverzügliche Rückmeldung über den Eingang des Antrags vom Erstattungsmitgliedstaat
  • Innerhalb von 4 Monaten Mitteilung, ob der Mitgliedsstaat:
    • die Erstattung gewährt,
    • den Antrag abweist
    • oder zusätzliche Informationen anfordert
  • Innerhalb von 2 Monaten nach Eingang der angeforderten Informationen, jedenfalls innerhalb von 8 Monaten nach Eingang des Erstattungsantrags, teilt der Mitgliedstaat die Entscheidung über eine vollständige oder teilweise Erstattung mit
  • Erstattung innerhalb von 10 Arbeitstagen (Mindesterstattungsbetrag: € 400,- für 3 Monate bzw € 50,-für das Kalenderjahr)
  • Wird die Zahlungsfrist von den Behörden nicht eingehalten, schuldet der Mitgliedstaat den AntragstellerInnen Zinsen, wenn dafür in dem Mitgliedstaat eine Verzinsung auf USt-Guthaben oder Nachzahlungen vorgesehen ist.
  • Wenn keine vorgesehen ist, kommen die Zinssätze bzw. Gebühren zur Anwendung, die bei verspäteter Umsatzsteuerzahlung fällig werden.
  • in Österreich 2% (Säumnisgutschrift)
28.06.2011

nach oben

Abgabe von Umsatzsteuererklärungen (U1 und U30) u. a. auch ZM (U13)

Ab 2011 gelten neue Umsatzgrenzen für die verpflichtende Abgabe von Umsatzsteuererklärungen. (dazu haben wir eine INFO im November 2010 gemailt)

Die Jahreserklärung (U1) wird ab einen Umsatz von EUR 30.000 ,- (bis inkl 2010: ab EUR 7.500,-) verpflichtend. Für die Voranmeldungszeiträume gilt nun – BASIS ist der Vorjahresumsatz (also für das Jahr 2011 jener von 2010):
  • bei einem VORJahresUmsatz zwischen 30.000 EUR und 100.000 € ist die Voranmeldung vierteljährlich beim Finanzamt einzureichen
  • bei einem VORJahresUmsatz über 100.000 EUR, sind monatliche UVAs (U30) verpflichtend


Bitte beachten Sie , dass eine SCHRIFTLICHE Meldung (U30) ab einem VORJahresUmsatz von 30.000,- abzugeben ist!

ZUSAMMENFASSENDE MELDUNG (ZM), da ist Formular U13 zu verwenden.

Betreffend die Verpflichtung zur Einreichung einer ZM bzw. zu den einzutragenden Daten gibt es im Jahr 2011 keine Neuerungen.

In Art 21 Abs 3 UStG 1994 ist jedoch vorgesehen, dass UnternehmerInnen, für die das Kalendervierteljahr der UVA-Voranmeldungszeitraum ist, dieser Zeitraum auch für die Zusammenfassende Meldung gelten sollte. UnternehmerInnen mit Vorjahresumsätzen zwischen EUR 30.000,- und EUR 100.000,- haben demnach doppelten Grund „zur Freude“. Sowohl für die UVA, als auch für die ZM gilt ab 2011 als Meldezeitraum das Kalendervierteljahr.

Abschließend sollte noch auf einige wichtige Punkte hingewiesen werden:
  • Die ZM gilt als Steuererklärung.
  • Es kann ein Verspätungszuschlag bis zu 1% der zu meldenden Beträge (max EUR 2.200,-) sowie eine Zwangsstrafe (max EUR 5.000,-) verhängt werden.
  • die Frist für die ZM ist um 2 Wochen kürzer als die für die UVA
    d. h. sie ist bis zum ENDE des Kalendermonats , welcher dem Meldezeitraum folgt, abzugeben z. B. Rechnung bei ig Lieferung/ausgeführte ig Leistung im Juni = ZM bis 31.7.
  • Ändern sich nachträglich gemeldete Beträge, so sind berichtigte ZM einzureichen. (In Papierform, wenn die ursprüngliche ZM in Papierform eingereicht wurde, sonst über FinanzOnline. Im FinanzOnline ist immer die korrigierte Gesamtmeldung einzureichen.)
  • (Organgesellschaften mit eigener UID-Nr haben eine separate ZM abzugeben.
  • Ebenso pauschalierte Land- und Forstwirte, auch wenn deren Lieferungen nicht steuerfrei belassen werden dürfen.)
29.06.2011

nach oben

Absetzbarkeit von Reisekosten

Bisher war bei beruflichen Reisen eine anteilige Geltendmachung von Reisekosten ausgeschlossen, wenn auch eine teilweise private Veranlassung gegeben war. (Ausnahme: nur dann, wenn bei einer beruflich bedingten Reise das Wochenende dazu genommen wird, um einen günstigeren Flug zu bekommen).

Nunmehr lässt der VwGH (27.1.2011, GZ 2010/15/0197) bei gewissen Voraussetzungen einen anteiligen Abzug der Reisekosten zu. Der Anlassfall: ein Wiener Zivilingenieur für Wasserbauwesen, der nach China gereist ist, war die ersten 4 Tage mit seiner Frau als Tourist in Tibet, die restlichen 20 Tage bereiste er aus beruflichen Gründen alleine verschiedene Wasseranlagen. Für diesen beruflichen Teil der Reise wurde ihm eine Geltendmachung von Tages- und Nächtigungsgeldern sowie anteiliger Reisekosten (Flug, Visum) zugestanden.

Der VwGH hat die Abzugsfähigkeit der - auf den beruflichen Teil der Reise entfallenden - Kosten an folgende Kriterien gebunden bzw. für die Aufteilung der Kosten bestimmte Grundsätze entwickelt:
  • Die Reise muss sich in einen beruflichen und in einen privaten Abschnitt teilen lassen, die zeitlich aufeinander folgen. Der VwGH legt dabei den gesetzlichen Begriff der „ausschließlich beruflich veranlassten Reise“ im Ergebnis als „einen ausschließlich beruflich veranlassten Reisetag“ aus. Sofern ein untrennbares Mischprogramm vorliegt, ist dieses Kriterium nicht mehr erfüllt: z. B. Besuch von touristischen Attraktionen zwischen beruflichen Terminen
  • Die Kosten der Hin- und Rückfahrt sind in einen beruflichen und einen privaten Teil aufzuteilen. Meist gilt für die Aufteilung - das Verhältnis zwischen den auss;chließlich beruflich veranlassten und den übrigen Aufenthaltstagen. Die (An- uns Ab)Reisetage selbst sind nicht in die Berechnung einzubeziehen
  • Falls bei längeren Anreisen während der Anreise auch Nächtigungskosten anfallen, sind diese ebenfalls nach dem zuvor angesprochenen Verhältnis anteilig absetzbar.
  • fremdbestimmten Reisen“ (gem. VwGH sind das Reisen, bei denen die berufliche Veranlassung eindeutig das auslösende Moment für den Antritt der Reise ist) Hier können die Fahrtkosten sogar selbst dann zur Gänze abgesetzt werden, wenn anlässlich einer solchen Reise auch private Unternehmungen stattfinden und diese von bloß untergeordneter Bedeutung sind.
  • Andererseits berechtigt ein beruflicher Termin - im Zuge einer Urlaubsreise wahrgenommen - nicht zum anteiligen Abzug der Reisekosten.
Es ist davon auszugehen, dass die Finanzverwaltung das Vorliegen der Voraussetzungen für einen anteiligen Steuerabzug genau prüfen wird. Es ist daher ratsam, das Vorliegen unterschiedlicher Reiseabschnitte und die hauptsächliche berufliche Veranlassung der Reise entsprechend zu dokumentieren bzw zu belegen ( wie auch im Buch :“ Steuertipps für Selbständige“ beschrieben). In jedem Fall steigt mit dem Judikat die (steuerliche) Attraktivität, mit einer beruflichen Reise gleich auch einen (anschließenden oder vorgelagerten) Urlaub zu verbinden!!!!

28.04.2011

nach oben

KünstlerInnen/WissenschaftlerInnen/Vortragende, … bitte beachten Sie die Änderung des Leistungsortes ab 2011

Für künstlerische, wissenschaftliche, unterrichtende, sportliche, unterhaltende und ähnliche Leistungen war der für die Umsatzsteuer maßgebliche Ort der Leistung bis zum Jahr 2010 der Tätigkeitsort ausschlaggebend. Dies galt auch für Leistungen als VeranstalterInnen.

Beispiel I:
Wenn einE österreichischer KünstlerIN in Deutschland im Jahr 2010 aufgetreten ist, verrechnete er/sie das Honorar ohne Umsatzsteuer.


Für Leistungen auf dem Gebiet der Kunst, Wissenschaft,des Unterrichts, des Sports, der Unterhaltung und dergleichen gilt seit 01.01.2011 Folgendes:

Wird die Leistung an eineN UnternehmerIN erbracht, so ist nicht mehr der Ort der Tätigkeitsausübung maßgeblich, sondern jener, an dem der/die LeistungsempfängerIn (also VertragspartnerIn, meist VeranstalterIN) den FirmenSitz hat (sogen. EmpfängerInnenort).

Beispiel II:
Der/die im obigen Beispiel erwähnte österreichische KünstlerIN tritt am 15.01.2011 erneut in Deutschland für eineN deutscheN UnternehmerIN. Der/die KünstlerIN stellt die Honorarnote an dieseN deutscheN UnternehmerIN – wie bisher – ohne Umsatzsteuer aus.


Neu ist jetzt jedoch, dass der Künstler für die im Jänner erbrachte Leistung eine so genannte "Zusammenfassende Meldung" (ZM) machen muss. Diese muss bis zum letzten Tag des auf den Leistungszeitraumes folgenden Monats beim Finanzamt eingebracht werden (hier: Leistungszeitraum Jänner 2011, Einreichung der ZM bis spätestens 28.02.2011).
Bei KünstlerInnen, deren Umsatzsteuervoranmeldungen quartalsweise übermittelt werden, gilt als Einreichfrist der ZM jeweils der letzte Tag des auf das Quartal folgenden Monats (hier: Leistungszeitraum Jänner bis März 2011, Einreichung der ZM bis 30.04.2011).

ACHTUNG NEU:
Beispiel III:
Der/die österreichische KünstlerIN tritt im Jänner 2011 in Deutschland auf, bei dem/der AuftraggeberIN handelt es sich jedoch um eineN in Österreich ansässigeN UnternehmerIN.


Da der/die AuftraggeberIN (LeistungsempfängerIN) die Niederlassung in Österreich hat, gilt die Leistung als in Österreich ausgeführt. Der/die KünstlerIN muss die Honorarnote daher mit österreichischer Umsatzsteuer ausstellen und diese in seine Umsatzsteuervoranmeldung aufnehmen.

Wichtig ist zu beachten, dass auch KleinunternehmerInnen zur Einreichung einer Zusammenfassenden Meldung verpflichtet sind. Zu diesem Zweck ist es möglich, auch ohne umsatzsteuerpflichtig zu sein, eine UID-Nummer beim Finanzamt zu beantragen.

Beachten Sie: Bei Fakturierung an eine Privatperson ist nach wie vor der Tätigkeitsort ausschlaggebend. Verpflichtung zur Abgabe einer ZM ist hier nicht gegeben.

Ausnahme: Was Eintrittsberechtigungen zu Veranstaltungen auf dem Gebiet der Kultur, der Künste, des Sports, der Wissenschaft, des Unterrichts, der Unterhaltung oder ähnlichem betrifft (z. B.: Eintritte zu Veranstaltungen, Konzerte, Messen, …), so ist nach wie vor der Tätigkeitsort (Veranstaltungsort) maßgeblich.

07.02.2011

nach oben

Änderungen bzgl. "Fahrzeuge" ab 2011 für UnternehmerInnen und DienstnehmerInnen - Kilometergeld/Pendlerpauschale

  • Das KILOMETERGELD für's FAHRRADFAHREN wurde ersatzlos gestrichen – ab 1.1. 2011

    Dank der Aufmerksamkeit einer Klientin haben wir feststellen können, dass das Finanzamt- im letzten Augenblick- das Kilometergeld für Fahrrad weiterhin genehmigt hat! Nachstehend die aktualisierte Tabelle per 14.01.2011 – gültig ab 1.1.2011
  • kilometergeld 2011

    kilometergeld 2011

  • Als Ausgleich für die Erhöhung der Mineralölsteuer ist die Pendlerpauschale ab 1.1. 20111 erhöht worden:
  • pendlerpauschale 2011
26.01.2011

nach oben

Freibetrag für einkommensteuerpflichtige Selbstständige (10 EStG) - GEWINNFREIBETRAG = GFB

Ab 2010:
  • Ausweitung des GEWINNFREIBETRAGes = GFB (bisher: Freibetrages für investierte Gewinne) auch auf bilanzierende Unternehmen (d. h. für
    • Einnahmen-Ausgaben-RechnerInnen und
    • BilanziererInnen

    • sprich:
    • EinzelunternehmerInnen ebenso wie
    • PersonengesellschafterInnen


    • nicht jedoch für Kapitalgesellschaften wie etwa eine GmbH
  • Der Gewinn stammt aus einer betrieblichen Einkunftsart (Land- u. Forstwirtschaft; Gewerbebetrieb, Selbständige Arbeit)
  • Anhebung auf 13 % ( bisher 10 %)
    • GRUNDFREIBETRAG = GFB: BIS 30.000,- EUR Gewinn müssen keine Investitionen getätigt werden, d. h. die 13 % werden automatisch berücksichtigt
    • Investitionsbedingter GFB: ÜBER 30.000,- EUR Gewinn ist - wie bisher - in bestimmte neue Anlagegüter (LKWs, Geräte, Büromöbel etc.) bzw. Wertpapiere zu investieren - Die Behaltedauer im Betrieb beträgt, wie schon bisher, jeweils vier Jahre.
    • bei UnternehmerInnen, die die Ausgaben „pauschalieren“, gibt es ab nun auch den GFB - jedoch nur den Grundfreibetrag

24.11.2010

nach oben

Was Sie bezüglich Betriebsprüfungen wissen sollten!?

Aufgrund der letzten Betriebsprüfungen in der Kanzlei möchten wir einige Empfehlungen weiter geben, das Hauptaugenmerk der PrüferInnen wird auf Ihre EINNAHMEN gelegt:
  • Alle Ausgangs - Rechnungen, die Sie ausstellen, müssen aufgehoben werden - die Finanz vergleicht die Nummerierungen und die Zahlungseingänge
  • Nummerierung Ihrer Rechnungen: nur ein nachvollziehbares, „geschlossenes“ (durchnummeriertes) System ist für die Finanz ein Nachweis der Vollständigkeit.
  • Wenn ein Kunde/Klient nicht zahlt – sollten Sie dies dokumentieren (Schriftverkehr, Mahnwesen, …) die Finanz könnte sonst vermuten, dass Sie „BAR“ kassiert haben.
  • Bankkonten – von allen Konten, die je auf einer Ausgangs-Rechnung vermerkt sind, sind alle Auszüge (1.1. bis 31.12.) aufzubewahren
  • BAR-Eingang: entweder Sie schreiben auch bei Bareinnahmen „richtige“ Rechnungen (mit durchlaufender Nummerierung ) und einem Vermerk „wann erhalten“ oder Sie verwenden einen Kassablock (mit 2 Durchschlägen: 1 Kopie in Ihre BH,1 Kopie bleibt im Block) – auch nummeriert oder eine handschriftliche chronologische BAR-Einnahmenliste
Am Besten Sie besprechen mit uns, ob Ihre Aufzeichnungen einer Prüfung standhalten können!
21.10.2010

nach oben

Zinserträge

Alle EU-Mitglieder sind verpflichtet, Zinseinkünfte von EU-Bürgern an das jeweilige Wohnsitz-Finanzamt zu melden. Diese Zinserträge sind in der EST–Erklärung (E1) anzugeben, auch wenn bereits die KESt einbehalten wurde (diese wird dann in Österreich angerechnet).

Dies kann auch dann der Fall sein, wenn Sie im Ausland nur ein Wertpapierdepot haben:

Wenn es ein Depot gibt, und bei einem Verkauf das Geld davon auf das Depotkonto überweisen wird, dann entsteht sozusagen ein Guthaben mit Zinserträgen, wenn auch nur zB für 3 Tage!
  • Diese Zinsen werden auch gemeldet
  • Durch diese Meldung, erfährt die Finanz von den Wertpapieren,

  • und fragt nach, ob diese WP innerhalb eines Jahres verkauft wurden +
  • und woher das Geld für den Ankauf der WP gekommen ist.
Allgemein gilt bei Wertpapierbesitz:

Von den Banken sollten für den Jahresabschluss folgende Bestätigungen eingefordert werden:
  1. Jahresbestätigung, dass alle Wertpapiere + Zinserträge endbesteuert sind.
  2. Aufstellung über die einzelnen An und Verkäufe von Wertpapieren:
    1. genaue Bezeichnung und Anzahl der Wertpapiere
    2. Höhe des Verkaufserlöses
    3. Zeitpunkt des Verkaufes
    4. Zeitpunkt der Anschaffung
    5. Anschaffungskosten
  3. Ob es Spekulationsgewinne aus Wertpapierverkäufen gegeben hat (derzeit 1 Jahr zwischen Anschaffung und Verkauf des Wertpapieres)
06.10.2010

nach oben

Für ZiviltechnikerInnen - betrifft Selbstständigenvorsorge ab 1.1.2010

Ab 1.1.2010 können ZiviltechnikerInnen freiwillig in eine Vorsorgekasse eintreten - aus steuerlicher Sicht eine durchaus attraktive Sparform.

Betroffen sind selbstständige ZiviltechnikerInnen, nicht Dienst¬nehmerInnen. Für Angestellte im System „Abfertigung neu“ führen bereits ArbeitgeberInnen die Beiträge ab.

Ursprünglich hätte die Selbstständigenvorsorge gemeinsam mit der Überführung des Wohlfahrtsfonds in das staatliche Pensions¬system erfolgen sollen. Da sich die Verhandlungen als zäh erweisen, wurde die Selbstständigen¬vorsorge vorgezogen.

Beiträge

Die Beträge betragen 1,53 % der Beitragsgrundlage für den Wohlfahrtsfonds. Damit ergeben sich folgende Jahresbeiträge:
  • Mindestbeitrag: 152,50 EUR
  • Voller Beitrag: 953,09 EUR
  • Höchstbeitrag: 1.186,60 EUR
Die ZT-Einkünfte 2008 ergeben die Basis für die Selbstständigenvorsorge. Wer keine Einkünfte meldet, zahlt den vollen Beitrag.

Wichtig: Auch wenn sich 2010 die Beiträge ändern, können diese für die Selbstständigenvorsorge nicht umgestuft werden.

Steuerliche Vorteile

  • Beiträge sind steuerlich als Betriebsausgabe absetzbar
  • Vorsorgekasse veranlagt steuerfrei
  • Auszahlung als Rente: steuerfrei
  • Auszahlung als Einmalbetrag: nur 6% Steuer

Beispiele

  1. ZT (voller Beitrag) zahlt 953,09 EUR pro Jahr ein. Die Steuersparnis beträgt 476,55 EUR (50%).
  2. ZT (Höchstbeitrag) zahlt 1.186,60 EUR pro Jahr ein. Die Steuer¬er¬sparnis beträgt 593,30 EUR (50%).
Beide Beispiele ergeben eine Netto-Rendite von 8,7 % pro Jahr.

Quelle: Infoblatt Bonus Vorsorgekasse, Annahme: 4% Veranlagungsrendite, 2% Valorisierung der Beiträge, 25 Jahre Veranlagung

Beitritt – Opting In

ZT mit aufrechter Befugnis können sich bis Ende 2010 einmalig für die Selbstständigenvorsorge entscheiden. Berufseinsteiger haben 12 Monate ab Berufsbeginn dazu Zeit. Die Entscheidung kann nicht mehr revidiert werden. Wer optieren möchte, schließt direkt mit der Vorsorgekasse einen Beitrittsvertrag ab. Die Beitragsgrundlagen erfährt die Vorsorgekasse vom Wohlfahrtsfonds und zieht die Beiträge direkt vom Konto des ZT ein.

Die ZT-Kammer hat mit sechs Vorsorgekassen Rahmenverträge abgeschlossen. Eine Liste inkl. Vergleich der Verwaltungskosten finden Sie unter:
http://www.arching.at/bund/we/Selbstaendigenvorsorge_WE-Aktuell_2009-6_Auszug.pdf
14.05.2010

nach oben

Die örtiche Zuständigkeit des Finanzamtes

Allgemein gilt:
Das Wohnsitzfinanzamt (= das Finanzamt, in dessen Amtsbereich der Abgabepflichtige seinen Wohnsitz hat) ist künftig generell für die Erhebung von Einkommensteuer und Umsatzsteuer – und zwar auch bei Vorliegen mehrerer Betriebe eines Unternehmers im Amtsbereich unterschiedlicher Finanzämter – sowie auch für die Erhebung der Lohnabgaben (Dienstgeberbeitrag zum FLAF samt Zuschlag, Lohnsteuer) und der sonstigen Abzugssteuern zuständig. Im Gegensatz zur bisherigen Rechtslage gilt dies auch dann, wenn für den Betrieb bisher ein anderes Finanzamt zuständig war. Der Unternehmer kann aber aus wichtigem Grund die Delegierung der Zuständigkeit auf ein anderes Finanzamt beantragen, in dessen Bereich sich ein Betrieb des Unternehmers befindet.

Ein eigenes Betriebsfinanzamt gibt es ab 1.7.2010 im Regelfall nur mehr für Körperschaften (insbesondere Kapitalgesellschaften, z. B. GmbHs) sowie für Personengesellschaften (maßgeblich ist der Ort der Geschäftsleitung). Das Betriebsfinanzamt ist zuständig für die Erhebung der Körperschaftsteuer (bei Körperschaften), der Umsatzsteuer, der Lohnabgaben und der sonstigen Abzugssteuern, sowie weiters für die Feststellung betrieblicher Einkünfte bei Personengesellschaften.

Das Lagefinanzamt ist ab 1.7.2010 zuständig für die Feststellung der Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung bei Personengemeinschaften (z. B. Hausgemeinschaften) einschließlich Erhebung der Umsatzsteuer sowie für die Feststellung der Einheitswerte.
28.04.2010

nach oben

Förderung der Lohnnebenkosten von Ein-Personen-Unternehmen

Seit 1. September 2009 können Ein-Personen-Unternehmen, die erstmalig eine/n DienstnehmerIn einstellen, vom Arbeitsmarktservice (AMS) einen pauschalierten Ersatz des Dienstgeberanteiles zur Sozialversicherung erhalten:

Die Förderung erhalten Ein-Personen-Unternehmen, wenn der Arbeitgeber über eine Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung nach dem GSVG verfügt und erstmalig ein vollversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis in diesem Unternehmen begründet wird.

Von der Förderung ausgeschlossen sind: Ehepartner, Lebensgefährten, Kinder, Geschwister, Enkelkinder, Schwager, Stiefkinder, Adoptivkinder, geschäftsführende Organe, Lehrlinge, Werkvertragsnehmer, neue Selbständige (mit und ohne Werkvertrag) und freie Dienstnehmer.

Gefördert werden kann das vollversicherungspflichtige Arbeitsverhältnis von arbeitslosen Personen die seit mindestens einem Monat beim AMS vorgemerkt sind und von vorgemerkten Arbeitsuchenden unmittelbar nach abgeschlossener Ausbildung jeweils bis zur Vollendung des 30. Lebensjahres.

Seit 1.1.2010 gibt es nunmehr neue Förderungsvoraussetzungen. Gefördert werden kann das vollversicherungspflichtige Arbeitsverhältnis von
  • arbeitslosen Personen, die seit mindestens zwei Wochen (vorher: einem Monat) beim AMS vorgemerkt sind und
  • von vorgemerkten Arbeitssuchenden unmittelbar nach abgeschlossener Ausbildung
jeweils bis zur Vollendung des 30. Lebensjahres.
Es muss ein Arbeitsverhältnis begründet werden, das mindestens 50 % der gesetzlichen oder kollektivvertraglichen Wochenstunden umfasst.

Der Arbeitgeber erhält ein Viertel des laufenden Bruttoentgelts vom AMS ausbezahlt. Obergrenze ist die ASVG-Höchstbeitragsgrundlage für das laufende Bruttoentgelt auf Basis einer Vollzeitbeschäftigung.

Die Beihilfe wird für die Dauer eines Jahres gewährt. Bei kürzeren Arbeitsverhältnissen für die gesamte Dauer des Arbeitsverhältnisses. Das Arbeitsverhältnis muss mindestens einen Monat dauern.

Das Begehren muss binnen sechs Wochen nach Beginn des Arbeitsverhältnisses beim zuständigen regionalen AMS gestellt werden.

03.03.2010

nach oben

Reverse-Charge

… wenn Sie Lieferungen/Leistungen im EU-Raum tätigen und das mit UnternehmerInnen (sogen. B2B - business to business) dann gilt ab 2010 Folgendes:

Auf B2B Rechnungen (auch Reverse-Charge Rechnungen genannt) – sowohl Ausgangs- und Eingangsrechnungen - sollte vermerkt sein:
  • zusätzlich die UID-Nummer des Leistungsempfängers
  • der Satz: "Diese Rechnung/Honorarnote unterliegt dem Reverse-Charge-Prinzip gem. Art. 196 der EU-Mehrwertsteuersystemrichtlinie 2008/8/EG"
Weiters beachten Sie bitte:
  • Bei Empfang von Reverse-Charge Eingangsrechnungen müssen diese Umsätze in der Umsatzsteuervoranmeldung (UVA) gesondert gemeldet werden.
  • Bei Ausstellung von Reverse-Charge Ausgangsrechnungen müssen diese Umsätze mittels "Zusammenfassender Meldung" (ZM) gemeldet werden - und zwar schon bis Ende des darauffolgenden Monats nach Ausstellung der Rechnung/Honorarnote. Diese Frist gilt auch, wenn keine Rechnung ausgestellt wird, d. h. im Monat nach der LEISTUNG sollte der entsprechende Betrag in einer ZM zu finden sein.
04.02.2010

nach oben

Neuerungen zu Vor- und Umsatzsteuer 2010

Seit 1.1.2010 gelten einige Neuerungen, was die Vor- und Umsatzsteuer betreffen. Diese finden Sie, jeweils in einer pdf-Datei zusammengefasst, hier:
Vorsteuer und Umsatzsteuer.

23.01.2010

nach oben

Freie DienstnehmerInnen - neue Lohnnebenkosten für freie Dienstverträge - ab 1. Jänner 2010

Ab 1. Jänner 2010 müssen DienstgeberInnen von den Honoraren an die "Freien" DienstnehmerInnen noch zusätzlich Folgendes zahlen:
  • 3%-ige Kommunalsteuer
  • 4,5%-igen Dienstgeberbeitrag (DB) oder auch Dienstgeberanteil zum Familienlastenausgleichsfonds
  • und den variable Dienstgeberzuschlag (DZ) 0,36 % bis 0,44 %, je nach Bundesland - in Wien derzeit 0,4 %,, nur wenn DienstgeberInnen WKÖ-Mitglied sind.
Der einzige abgabenrechtliche Unterschied besteht ab 2010 im Wohnbauförderungsbeitrag von gesamt 1,0 %, der für freie DienstnehmerInnen nicht entrichtet werden muss.

Damit "kosten" Freie DienstnehmerInnen 48,33 % an Lohnabgaben (insgesamt: AuftraggeberInnen- und AuftragnehmerInnenanteil), bei echten DienstnehmerInnen sind es 49,33 %.

Arbeitsrechtliche Betrachtung
Alle Spezialgesetze, Kollektivverträge und Betriebsvereinbarungen haben auf die Freien keine Anwendung. Zum Tragen kommt das vor allem bei der Höhe des Urlaubsanspruchs, der Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall sowie der Sonderzahlungen (13. und 14. Bezug).

Steuerliche Betrachtung
Freie DienstnehmerInnen sind einkommensteuerpflichtig. Steuerliche Verbesserungen wie der neue Gewinnfreibetrag von 13 % ab 1. Jänner 2010 gelten für alle UnternehmerInnen, somit auch für freie DienstnehmerInnen.

Vorsicht bei Aufwandsentschädigungen
Nach derzeitiger Rechtsprechung besteht Kommunalsteuer- und Dienstgeberbeitragspflicht für Fahrt- und Reisekostengelder und sonstige Kostenersätze, die an Gesellschafter-GeschäftsführerInnen ausbezahlt werden. Ohne gesetzliche Änderung ist zu befürchten, dass diese für Geschäftsführerinnen nachteilige Rechtsprechung auch für alle freien DienstnehmerInnen gelten soll. In Zukunft könnten daher freie DienstnehmerInnen sogar gegenüber echten DienstnehmerInnen diskriminiert werden, zumal die Fahrt- bzw Reisekostenentschädigung bei letzteren – nach derzeitiger Situation - keine Lohnnebenkosten auslösen.
11.12.2009

nach oben

Umsatzsteuer - was Sie schon immer wissen sollten

Die Steuerfakten

Ab einem Vorjahresumsatz von mehr als EUR 22.000,- (ab 2010 EUR 30.000,- p.a.) sind monatliche Umsatzsteuerzahlungen zu leisten. Die Umsatzsteuer ist am 15. des zweitfolgenden Monats nach Ablauf des Voranmeldungszeitraumes fällig – d. h. für den Monat JÄNNER bis zum 15. MÄRZ.

Ab einem Vorjahresumsatz von mehr als EUR 100.000,- beziehungsweise, wenn die errechnete Umsatzsteuer für das Monat/Quartal eine Gutschrift ergibt, ist zusätzlich eine Umsatzsteuervoranmeldung (U 30) beim Finanzamt einzureichen.

Diese Einreichung hat elektronisch über FinanzOnline, sonst über das Formular U30 zu erfolgen.

Fristversäumnis beim Finanzamt – was sind die Konsequenzen?

Um die SteuerzahlerInnen zu pünktlichen Meldungen und Zahlungen der Steuern anzuhalten, gibt es bei Nichteinhaltung Sanktionen durch die Behörde.

Bedenken Sie, dass bei nicht zeitgerechter Zahlung bzw. Nichteinreichung von Umsatzsteuervoranmeldungen (UVA = U30) - steuerliche Konsequenzen vorgesehen sind:
  • Säumniszuschläge in Höhe von 2 %, da die Zahlung nicht rechtzeitig erfolgte
  • Verspätungszuschläge ( bis zu 10% der vom FA festgesetzten oder verspätet gemeldeten Abgaben)
  • die Besteuerungsgrundlagen können geschätzt werden
  • Durchführung einer Umsatzsteuersonderprüfung (USO) durch das Finanzamt und
  • abhängig von der Höhe und des Zeitraums der Nichtabgabe - Verurteilung nach dem FinanzstrafG und Verhängung eines Strafzuschlages i. d. R. bis zu 30 % der Abgaben

Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang:

Um Sanktionen zu vermeiden, ist es nötig Meldungen der berechneten Umsatzsteuerzahlungen rechtzeitig vorzunehmen – wenn Sie s. o. dazu verpflichtet sind.

Für die Zahlung der gemeldeten Umsatzsteuer können Sie eine Ratenzahlung oder Stundung beantragen.

Sollten sich Ihre steuerlichen Verhältnisse dahingehend geändert haben, dass eine Umsatzsteuerzahlung nicht mehr notwendig ist – da Sie KleinunternehmerIn sind (unter EUR 30.000,- p. a.), teilen Sie dies Ihrem zuständigen Finanzamt mit. Ihre Steuerdaten werden dann entsprechend korrigiert.

Übrigens:

Verspätungszuschläge, Zinsen und Säumniszuschläge werden nur festgesetzt, wenn diese € 50,- übersteigen.
01.10.2009

nach oben

Nichtabgabe oder verspätete Abgabe von Jahressteuererklärungen

Darunter fallen jene Erklärungen, die einmal pro Jahr abzugeben sind, wie z. B. die Einkommensteuer- oder Umsatzsteuererklärung.

Sie haben eine Steuernummer
In diesem Fall wird das Finanzamt bei Nichteinhalten der Fristen von sich aus tätig werden.

Sanktionen vom Finanzamt
Jedenfalls
  • Verhängung einer oder mehrerer Zwangsstrafen mit Fristsetzung - um die Abgabe der Erklärung durchzusetzen (je EUR 220,-)
  • Festsetzung (Schätzung) der Abgaben inkl. Zinsen (für Einkommensteuer) seitens des Finanzamtes mittels Bescheid
  • Verhängung eines Verspätungszuschlages in Höhe bis zu 10 % der festgesetzten Abgaben
  • Verhängung eines Säumniszuschlages in Höhe von 2 % der festgesetzten Abgabe der USt
  • Berechnung von Anspruchszinsen bei der ESt, bei höheren Nachzahlungen ab Oktober des Folgejahres.
Was können Sie, tun um diese Sanktionen zu vermeiden?
Wenn Sie steuerlich vertreten sind, verwaltet die Abgabefrist Ihre Steuerberatungskanzlei, ansonsten besteht die Möglichkeit der individuellen Fristverlängerung. Ist die Schätzung des Finanzamtes zu hoch, kann gegen die Schätzungsbescheide - innerhalb einer Frist von 4 Wochen - berufen werden.

Schätzt das Finanzamt die Bemessungsgrundlage und damit die Steuerlast niedriger als diese tatsächlich ist, so haben Sie unter Umständen Glück gehabt.

Achtung! Bei mehrmaligem Ausprobieren "bettelt" man aber gerade zu nach einer Betriebsprüfung (heißt nunmehr Außenprüfung) durch die Behörde!

Der Vollständigkeit halber sei hier noch der Fall erwähnt, dass Sie noch keine Steuernummer (beantragt) haben. In diesem Fall ist die Nichtabgabe der Erklärungen innerhalb der gesetzlichen Fristen der klassische Fall der Steuerhinterziehung.

Abhängig von der Höhe der Abgaben
Verurteilung nach dem FinanzstrafG und Verhängung eines Strafzuschlages bis zu 200% der hinterzogenen Abgaben und/oder Freiheitsstrafen bis zu 7 Jahren (wenn der hinterzogene Betrag mehr als EUR 3 Mio. beträgt)
01.10.2009

nach oben

Grippeschutzimpfung ist steuer- und beitragsfrei + eine Betriebsausgabe

Wenn DienstgeberInnen zahlen Grippeschutzimpfung ist steuer- und beitragsfrei.

Immer mehr Unternehmen investieren in die Gesundheit ihrer MitarbeiterInnen und übernehmen als Vorsorgemaßnahme die Kosten von Schutzimpfungen.

Wie ist diese Zuwendung abgabenrechtlich zu behandeln?
Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsvorsorge, die DienstgeberInnen den DienstnehmerInnen kostenlos oder verbilligt anbieten (z. B. Grippe- oder Zeckenschutzimpfungen), stellen einen lohnsteuerfreien Vorteil dar. Voraussetzung für die Steuerbefreiung ist die Gewährung des Vorteils an alle DienstnehmerInnen oder einer bestimmten Gruppe von DienstnehmerInnen.

Weil es sich bei der Kostenübernahme für die Schutzimpfung um eine freiwillige soziale Zuwendung der DienstgeberInnen handelt, fallen auch keine Sozialversicherungsbeiträge an.

Die Ausgabe vermindert selbstverständlich auch die Einkommensteuer.
23.09.2009

nach oben

Ist Schokolade schenken strafbar?

Geschenke bis zu EUR 100,- erlaubt: Ist Schokolade schenken strafbar?

Der Nationalrat hat am 8. Juli 2009 die Novelle des Korruptionsstrafrechts beschlossen.

Es geht die Angst um, dass jedes Geschenk an AmtsträgerInnen bereits strafbar sein könnte.
Das Justizministerium hat umfassende Erläuterungen angekündigt. Nun liegen die ersten Detailinformationen vor.

Erlaubt ist, was nicht ausdrücklich verboten ist.
AmtsträgerInnen dürfen nicht in Versuchung geführt werden! Strafbar sind sowohl die Annahme als auch das "Sich-Versprechen-Lassen" von Vermögensvorteilen aller Art. AmtsträgerInnen sind beispielsweise auch ein GeschäftsführerInnen einer GmbH unter Rechnungshof-Kontrolle. Erlaubt sind jene Geschenkannahmen, die nicht gegen ein dienst- oder organisationsrechtliches Verbot verstoßen.

Auch (wiederholten) Essenseinladungen führen in der Regel nicht zu einer Strafbarkeit, es sei denn, diese "Anfütterungen" sind nach einer individuellen Dienstvorschrift ausdrücklich verboten oder wegen des "Codes-of-conduct" (Unternehmensleitbild) nicht erwünscht.

Einladungen zu Fortbildungsveranstaltungen sind beispielsweise zulässig, da solche Aktivitäten mit der Erfüllung der Aufgaben des Amtsträgers unmittelbar zusammen hängen. Der Justizausschuss geht davon aus, dass die Obergrenze für Geschenke bei EUR 100,- liegen sollte. Bei Richtern oder Polizisten gibt es jedoch keine Geringfügigkeitsgrenze.

"Gefälligkeiten" fordern ist streng verboten - ein Beispiel: Der Betriebsprüfer fordert eine Essenseinladung dafür, dass er die Kosten für Restauranteinladungen an GeschäftspartnerInnen als steuerliche Betriebsausgabe anerkennt und der geprüfte Unternehmer willigt ein. Sowohl der Unternehmer als auch der Amtsträger sind strafbar.

Verknüpfungen von Gefälligkeiten mit Amtshandlungen sind strengstens untersagt.

Weitere Beispiele:
Wenn Sie einen Blumenstrauß an die Lehrerperson Ihres Kindes nach Ende des Schuljahres oder eine Bonbonniere für die Krankenschwester nach dem Spitalsaufenthalt geben, kann das strafbar sein, wenn damit von den AmtsträgerInnen sozusagen eine "Gefälligkeit gefordert" wurde.

Schon ein kleines Entgegenkommen der AmtsträgerInnen – auf Grund eines Geschenkes - ist strafbar, wie beispielsweise das Vorziehen eines Aktes.

Tätige Reue und Vorausinformation
Neu ist die Möglichkeit einer strafbefreienden Selbstanzeige. Wer sich selbst und andere "vernadert", kann straffrei bleiben, wenn das Geld oder die Sache freiwillig zurück gegeben wird.

Wie können sich UnternehmerInnen schützen:
Entweder Sie gewähren überhaupt keine Vorteile an AmtsträgerInnen oder Sie informieren sich gewissenhaft vorab, ob die Annahme des Geschenkes nach dem individuellen Dienst- bzw. Organisationsrecht verboten bzw. erlaubt ist.

Sprich: Schenken Sie die Schokolade nur UnternehmerInnen!!
23.09.2009

nach oben

Restaurant Rechnungen/Bewirtungsspesen in der Einkommensteuer

Es gibt hier 2 Möglichkeiten der Absetzbarkeit als Betriebsausgaben:
  1. Die Essen-Besprechungen können Sie u.U. 100% geltend machen, wenn diese folgende Themen betreffen:
    • „Veranstaltungskosten“ (d. h. Sie halten mit Ihren Subunternehmer Besprechungen, Betriebsbesichtigungen ab, in welchen Sie Ihre „Produktpalette“ erläutern)
    • „Verpflegung bei Fortbildungsveranstaltungen“ (Schulungen von DienstnehmerInnen von GeschäftspartnerInnen bzw. von Geschäftspartner selbst, sonstige selbst veranstaltete Seminare,…)
    • Firmenjubiläen oder ähnliche Anlässe und nur Imbisse und Erfrischungen gereicht werden, auch Kostproben bei Betriebseröffnungen, …
    • Essenseinladungen mit Entgeltcharakter, wenn z. B. ein Journalist Informanten bewirtet, d. h. für den Informanten ist die Einladung eine Einnahme!
    • ev. sind s.g. „Projektkosten“ möglich (d. h. Sie besprechen mit AuftraggeberInnen laufende Projekte)
  2. Besprechungen mit 50 % als Betriebsausgabe nehmen Sie dann in Anspruch, wenn
    • Sie zukünftige Aufträge lukrieren wollen (d. h. es ist der WERBEcharakter im Vordergrund)
    • Bewirtung von Geschäftsfreunden in der Kantine, im eigenen Betrieb
    • Bewirtung bei werbewirksamen Betriebseröffnungen
    • Bewirtung bei Informationsveranstaltungen, Pressekonferenzen, …
    • Bewirtung eines Zivilingenieurs anlässlich von Projektpräsentationen
NICHT absetzbar als Betriebsausgaben sind Bewirtungen:
  1. im Haushalt des/ der Steuerpflichtigen
  2. bei Besuchen von Vergnügungsetablissements, Casino, …
  3. bei/ nach Besuchen von Bällen, Konzerten, Theater, …
  4. Feiern außerhalb der Betriebsräumen nach der Betriebseröffnung wie Heurigenbesuche
  5. Arbeitsessen nach Geschäftsabschluss als sogen „Kontaktpflege“
  6. aus persönlichem Anlass wie Geburtstage, Pensionierung,…
Belegnachweis
Zur Anerkennung als Betriebsausgabe reicht es nicht aus, dass eine Zahlung geleistet worden ist. Als UnternehmerIn haben Sie die Aufgabe Belege zu sammeln, da Betriebsausgaben im Allgemeinen durch schriftliche Belege (Fakturen, Geschäftspapiere, Schriften und Urkunden) nachzuweisen und auf Verlangen des Finanzamtes zur Einsicht und Prüfung vorzulegen sind (§ 138 Abs. 2 BAO).

Hinweis
In der Buchführung gilt der Grundsatz: Keine Buchung ohne Beleg!

Empfängerbenennung
Laut Finanz ist Folgendes dazu zu sagen: Wenn Sie Ausgaben als Betriebsausgaben absetzen möchten, kann das Finanzamt von Ihnen verlangen, dass Sie die EmpfängerInnen dieser Beträge genau bezeichnen (Nennung von Namen und Adressen; § 162 BAO) – dies gilt in Besonderen für SUBHONORARE. In solchen Fällen steht es dem Finanzamt zu, die Namhaftmachung des/der Empfängers/Empfängerin zu fordern. Verweigert der/die UnternehmerIn die verlangten Angaben, dann sind die beantragten Absetzungen zwingend nicht anzuerkennen. Auch wenn außer Zweifel steht, dass die Zahlungen tatsächlich geleistet worden und betrieblich veranlasst sind.

D. h. empfehlenswert ist: eine Beschriftung von Belegen, damit durch den Steuerpflichtigen der Nachweis bzgl. eines konkreten Geschäftes oder der ausschließlichen beruflichen Notwendigkeit gelingt, insbesondere, wenn für die Finanz die betriebliche Veranlassung nicht sofort erkennbar ist: wie bei Bewirtung, Taxi, Literatur, …. Sie notieren dann auf die Rechnung den betrieblichen Grund für diese Ausgabe und ev die EmpfängerInnen. und trotz aller Bemühungen verbleibt ein letzes Ermessen der prüfenden Finanz, ob solche Ausgaben anerkannt werden.
17.08.2009

nach oben

seite drucken  seite empfehlen  nach oben

© 2014 the human money company

eMail home wer sind wir unser service businesstipps netzwerk-aktivitäten sitemap